Montag, 2. Dezember 2013

Akademische Weihen für Frauen sind (meist) sinnlos.

Zitat:
http://mattforney.com/2013/12/02/the-case-against-female-education/#more-14411
Zitat Ende.

Matt Forney, ein Blogautor, der schon mit seinem Post über weibliches Selbstvertrauen einen richtigen Aufreger produzierte, legt nun nach, indem er die akademische Bildung von Frauen als bestenfalls nutzlos bezeichnet.

Seine Argumente:

  1. akademische Bildung macht Frauen unattraktiver
  2. Frauen werden im Rahmen der Hochschulausbildung sexuellen Übergriffen ausgesetzt
  3. die meisten Frauen erwerben akademische Grade ohne verwertbaren Nutzen
  4. weil Frauen auf den Arbeitsmarkt drängen, sinken generell die Löhne
  5. Höhere Bildung und (bezahlte) Arbeit sind schlecht für die körperliche und seelische Gesundheit von Frauen
Auch wenn ich der tiefen Überzeugung bin, dass Bildung für Männer und Frauen ein Wert an sich ist, wobei der Erwerb von Bildung nicht auf Schule und Hochschule beschränkt ist, die jeweils nur eine Basis und ein gewisses Handwerkszeug liefern können, so kann der Aufenthalt in Institutionen des Bildungswesens auch in einer Sackgasse enden.

Andererseits sollte Bildung mehr sein als das Vermitteln von Handlungswissen, um einen bestimmten Beruf ausüben zu können. Und gerade auf der Universität sollten Beobachtungsgabe, Intellekt und Kreativität geschult werden, das Denken über den Tellerrand hinaus, das hinter die Dinge sehen, das Denken in großen Zusammenhängen.

Nun zu den Argumenten von Matt.

ad 1 : akademische Bildung macht Frauen unattraktiver
Das kommt auf die Frau an und darauf, was der Mann sucht. Sucht der Mann eine unkomplizierte, fleißige Mutter für seine Kinder, ohne all zu große Anforderungen an deren Intellekt zu stellen, so ist er mit einer Nichtakademikerin besser bedient, die eine solide Berufsausbildung durchlaufen und schon ein paar Jahre im Beruf gearbeitet hat.
Ist der Mann selber Akademiker und ist die Frau in ihrem Herzen ein Familienmensch, so können die beiden eine glückliche Familie werden, sofern sie (seltener er) den Beruf als Zubrot, die Familie aber als Zentrum sieht. Attraktiv für den Mann ist, eine gebildete Frau zu haben, die, sofern sie ihre akademische Weihen in Einkommen ummünzen kann, die Lebenslast erleichtern und z.B. auch Auszeiten ermöglichen kann.

ad 2 : Frauen sind während des Studiums sexuellen Übergriffen ausgesetzt
Solches ist in den USA ein großes Thema, doch denke ich, dass das an der persönlichen Lebensführung derer liegt, die hier Übergriffe erleiden. Wenn ich mich regelmäßig auf Festen in Frathouses (Häuser einer Studentenverbindung)  sinnlos betrinke und mich auch sonst als Schlampe gebe, denn brauche ich mich nicht zu wundern, wenn die Mitstudenten übergriffig werden. What you show is what you get!
Wenn ich glaube, kaum der elterlichen Sorge entkommen, ich müsst meine weibliche Sexualität frei ausleben, aber so verklemmt bin, dass ich erst Kontrollverlust erleiden muss, um solcherart agieren zu können, dann sind auch die Ergebnisse entsprechend und die Reue am Morgen danach, macht mich dann nicht zum Opfer. Auch dann nicht, wenn der Mitstudent keine Anstalten macht, wegen der erfolgten Kopulation nun ein festes Verhältnis mit mir zu beginnen. Aber wie gesagt, es ist ein amerikanisches Problem.

ad 3: die meisten Frauen erwerben akademische Grade ohne verwertbaren Nutzen
Da ist was dran. Aber diese Aussage trifft nicht nur auf Frauen zu. Auch viele Männer erwerben akademische Grade ohne verwertbaren Nutzen und enden dann in ganz anderen Berufen. So könnte man ins Curriculum der Biologie den Pharmareferenten gleich mit aufnehmen. Denn dort enden die meisten Biologen. Und das gilt für viele Fachgebiete. Wahr ist aber auch, dass ein Studium keine reine Berufsqualifikation sein muss. Es sollte einen gewissen Intellekt, einen gewissen Fleiß, eine gewisse Ausdauer beweisen, und damit kann man auch auf anderen Feldern Erfolg haben.
Allerdings, wenn ein Studium so viel Geld kostet, wie das in den USA der Fall ist, dann sollte man schon bedenken, wie diese Investition sich wieder amortisiert. In Deutschland, wo ein Studium relativ billig ist, sieht das anders aus.

ad 4: weil Frauen auf den Arbeitsmarkt drängen, sinken die Löhne
Da bin ich nicht so sicher! Ich denke eher, dass die Löhne sinken müssen, weil weltweit zu viel Arbeitnehmer auf den Arbeitsmarkt drängen, weil Transport, auch Transport von Information so billig ist, weil die Produktionstechnik so ausgefeilt ist, dass handwerkliches Geschick immer unbedeutender wird. Würden nicht Frauen die Löhne senken, die Standordtverlagerung wäre noch drastischer. Darüber hinaus haben die sinkenden Löhne der Männer dazu geführt, dass nun wie vor dem 2. Weltkrieg wieder beide Partner arbeiten müssen, um mit der Familie einen angemessenen Lebensstandard halten zu können.

ad 5: höhere Bildung und (bezahlte) Arbeit sind schlecht für die körperliche und seelische Gesundheit von Frauen
Die Bildung ist mit Sicherheit nicht schlecht für die Gesundheit. Den schlechtesten Gesundheitsstatus haben Menschen mit geringer Bildung. Geringe Bildung geht auch mit Berufen einher, die schlecht bezahlt, körperlich und seelisch belastend  sind. Die Lebenserwartung sinkt mit dem Bildungsniveau. Tatsache ist, dass sich Männer und Frauen im Beruf überlasten, mehr arbeiten, als sie sollten. Auch Männer schädigen ihre Gesundheit im Beruf, wenn sie dieser körperlich und seelisch überfordert.
Ja, auch Unterforderung ist nicht gut. Hier muss jeder, egal welchen Geschlechts, die richtige Balance finden. Es kann und darf aber nicht sein, dass sich wie früher Männer zu tode schuften, nur um die Gesundheit von Frauen zu schützen.

Mein Resumée:
Auch wenn Matt Forney in seinem Text bedenkenswerte Thesen provokativ in den Raum stellt, so bin ich überzeugt, dass Bildung keinem Menschen schadet, wenn es auch wirklich Bildung ist. Der Erwerb von intellektuellen Scheuklappen, sprich Ideogien, rechne ich nicht dazu. Darum alle Fächer mit Gender im Titel von vorne herein abzulehnen sind. Die Doktorspielchen sollte man eigentlich im Kindesalter abgearbeitet und dann abgelegt haben. Eine so starke Fixierung aufs Geschlechtliche und dann noch intellektuell überhöht, das ist pathologisch.
 



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