Montag, 22. März 2021

Fortiter in re suaviter in modo - Stark in der Sache, milde in der Art

 Dieser Spruch wird dem 5. Generalsuperior der Societas Jesu, Claudio Acquaviva, zugeschrieben.

Es geht darum, in der Sache hart zu streiten, jedoch bei der Umsetzung moderat vorzugehen.

Immer wieder treffe ich auf Menschen, die meinen Stil als verletzend bezeichnen, sich an einzelnen Begriffen aufhängen. Das stört mich sowieso, dass wenn den Leuten die Argumente ausgehen, sie mit Stilfragen anfangen. So könne man das doch nicht sagen.

Das wilde Leben nimmt aber auf unsere Befindlichkeiten keine Rücksicht. Man muss die Dinge beim Namen nennen, auch wenn es schmerzt.

Manchmal ist ein knallharter Dissens besser, als ein fauler Kompromiss.

Ich denke, dass die Großstaaten eine Fehlentwicklung sind, weil sie zusammenbacken, was nicht zusammen gehört. Den Menschen gehen Alternativen verloren. Manchmal müssen sich Gesellschaften einfach trennen, damit jeder nach seiner Facon glücklich werden kann.

Sollte Rot-Rot-Grün im Bund die Mehrheit bekommen, bin ich dafür, dass sich Baden-Württemberg und Bayern vom Bund abspalten und Österreich anschließen. Der Fehler von 1871 lässt sich heilen. Berlin repräsentiert eine politische Krankheit, an welcher die süddeutschen Staaten nicht teil haben müssen. Das von der Kanzlerin immer wieder bemühte Wir kann ich beim besten Willen nicht nachempfinden.

Montag, 8. März 2021

Ewig währt am längsten

 Eschatologie [ɛsça-] (aus altgriechisch τὰ ἔσχατα ta és-chata ‚die äußersten Dinge‘, ‚die letzten Dinge‘ und λόγος lógos ‚Lehre‘) ist ein theologischer Begriff, der die prophetische Lehre von den Hoffnungen auf Vollendung des Einzelnen (individuelle Eschatologie) und der gesamten Schöpfung (universale Eschatologie) beschreibt. Man versteht darunter auch die Lehre von den sogenannten letzten Dingen und damit verbunden die „Lehre vom Anbruch einer neuen Welt“.

An anderer Stelle habe ich schon geschrieben, dass der Mensch die Welt ordnet und seinen Platz in dieser Ordnung verortet, indem er Geschichten erzählt, Geschichten erfindet, erfundenen Geschichten lauscht und an solche Mythen glaubt.

Auf einer unendlich scheinenden Ebene ohne Begrenzung zu hausen, über welche der eisige Wind des Schicksals weht, einer Ebene die sich in weiter, weiter Entfernung ins Nichts hinab krümmt, eine solche Vorstellung sprengt die Vorstellungskraft und die Leidensfähigkeit des Menschen, Und so baut er sich Hütten und mit Mauern versehene Grenzen aus Worten, damit seine Seele Heimat und sein Intellekt einen überschaubaren Raum hat.

Das weströmische Reich ist erst vor etwa 1600 Jahren unter gegangen. Die erste Dampfmaschine datiert von 1690. Richtig nutzbar wurde das Prinzip aber erst ab etwa 1769. Den ersten Stromgenerator hat Werner von Siemens 1866 zum Patent angemeldet. Einer der ersten brauchbaren Verbrennungsmotoren – ein Gasmotor nach dem Zweitaktprinzip – wurde von Étienne Lenoir erfunden, 1862 von Nikolaus August Otto durch die Entwicklung des Viertaktprinzips verbessert und später nach ihm benannt.1941 baute Konrad Zuse den ersten programmierbaren Computer der Welt.

Seit etwa 15.000 Jahren wird Landwirtschaft betrieben und, nicht zuletzt als Folge davon, gibt es seit etwa 10.000 Jahren Städte. Aus Funden, die auf kulturelle Leistungen schließen lassen, vermutet man den Beginn einer ausgebildeten Sprachfähigkeit etwa vor 60.000 Jahren. Vor 70.000 Jahren wäre unsere Art Homo sapiens sapiens um ein Haar ausgestorben. Die Art selbst ist etwa 300.000 Jahre alt. Der letzte gemeinsame Vorfahr von Mensch und Schimpanse lebte etwa vor 6 Millionen Jahren, das sind 10 x 600.000 Jahre oder 100 x 60.000 Jahre.

Der Siegeszug der Säugetiere begann vor 60 Millionen Jahren mit dem Aussterben der Dinosaurier, die ihrerseits 150 Millionen Jahre lang die dominierenden Tierarten auf der Erde stellten.

Wir sind nicht in der Lage uns solche Zeiträume vorzustellen, weswegen wir die Steinzeit und die Zeit der Dinosaurier vermengen, siehe im Cartoon "Die Feuersteins".

Der Siegeszug komplexer Vielzeller begann mit der Kambrischen Explosion vor 541 Millionen Jahren.

Die Erde selbst ist 4,2 Milliarden Jahre alt, das sind 4200 Millionen Jahre.

Die Juden, eine eschatologische Sekte, haben die Schöpfung anhand der Tora berechnet. Danach hat Gott die Schöpfungworte vor 5772 Jahre gesprochen, im Jahr 3760 v. Chr. nach gängiger Zeitrechnung. Dementsprechend befinden wir uns nach jüdischer Zeitrechnung im sechsten Jahrtausend. Die Juden glauben an die Ankunft eines Messias, der JHWHs Willen endgültig verwirklichen, alle Juden zusammenführen, von Fremdherrschaft befreien, ein Reich der Gerechtigkeit und Freiheit herbeiführen werde. Nun es gibt in dieser messianischen Erwartung, wie bei allen Stammesreligionen, noch das Kleingedruckte, dass mit der Ankunft des Messias die Juden zu Herren aller Völker würden und einige andere Nettigkeiten. Das hat übrigens nichts mit den Juden aber viel mit der Mentalität der Gläubigen der Ein-Gott-Religionen zu tun, den ähnliche Vorstellungen finden wir bei Christen und Muslimen.

Für die Christen, eine im Judentum wurzelnde Häresie, auch eine eschatologische Sekte, beginnt die Zeitrechnung mit der gemutmaßten Geburt Christi, des jüdischen Propheten, der durch Paulus zum Christos vergöttlicht wurde. Das ist nun 2.000 Jahre her, ein wahrhaft vernachlässigbarer Zeitraum. Seine Adepten hoffen auf seine Wiederkunft. Er soll dann ein Gottesreich aufrichten mit wahrhaft paradiesischen Zuständen, die aber in der Bibel nur in Andeutungen beschrieben werden, eine kluge Strategie. Aber es kommt nicht jeder ins Paradies, nur die Auserwählten, und das sind immer wenige, denn nur ein knappes Gut ist ein wertvolles Gut. Die nicht Auserwählten fliegen ins Höllenfeuer. Es genügt den Leuten einfach nicht, dass es ihnen gut geht, es muss ganz vielen ganz schlecht gehen, damit das Glück vollkommen ist.

Für Muslime, eine im Christentum wurzelnde Häresie, auch eine eschatologische Sekte, beginnt die Zeitrechnung mit der Auswanderung des Propheten Muhammad (Friede sei auf ihm) von Mekka nach Medina (Hidschra genannt). Diese fand im Jahre 622 nach christlicher Zeitrechnung statt, also vor 1398 Jahren. Was im Jahr 622 in Mekka geschah wissen wir nicht. Wir wissen aber, dass im Jahr 622 Heraklios Kaiser von Byzanz, seine erfolgreiche Offensive gegen Persien begann,  zusammen mit seinen arabischen Verbündeten (arabisch: Quraisch), was dann zur Befreiung der arabischen Gebiete von der persischen Oberhoheit führte. Muhammad heißt, der Gepriesene oder der Gelobte, über den es viele Geschichten aber verdammt wenig Geschichte gibt, worin er Perry Rhodan gleicht. Sicher ist aber, dass zwei seiner Nachfahren im Amte, nämlich Marwan I. und Abd-al-Malik Münzen mit christlichen Symbolen schlugen, sich Ersterer als Hüter des Grabes von Johann des Täufers bezeichnete, und Zweiterer eine Basilika, den Felsendom, im byzantinischen Stil in Jerusalem bauen und mit einer Inschrift versehen lies, die das christliche Bekenntnis der arabischen Christen widerspiegelte. Darin auch eine Stelle, in der von einem muhammad abd allah, dem gepriesenen Knecht Gottes die Rede ist, was sich aber auf Jesus bezieht. Denn die arabischen Christen haben die Vergöttlichung von Jesus durch Paulus und folgende Konsile der Byzantiner nicht nachvollzogen. Interessant auch, das sich der Koran liest, wie die schlechte Übersetzung eines in aramäisch geschriebenen arabisch-christlichen Liturgiebuches durch einen Arabischsprechenden, der des Aramäischen nicht mehr mächtig ist.

Luxenberg leitet das arabische Wort qur’ān / قرآن über eine dem Propheten Mohammed zugeschriebene Lautung qɘryān / قرين von aramäisch qɘryānā Lektionar ab und setzt die Bibel der syrisch-aramäischen Christen mit jener „Schrift“ gleich, auf die der Koran verschiedentlich Bezug nimmt – so wie sich die spätantiken Lektionare der christlichen Kirchen auf die Bibel beziehen, ohne mit ihr identisch zu sein.

Auch die Muslime glauben an die Wiederauferstehung und ein Jüngstes Gericht, wobei dann die wahren Gläubigen, natürlich die Muslime, quasi schon einen Freifahrschein aufs Paradies haben, das im Koran  weniger aber in anderen Glaubenstexten mehr als wahres Männerparadies mit Huris und allem beschrieben wird. Wobei, Übersetzungsfehler, Übersetzungsfehler, mancher schwer enttäuscht sein wird, sollte es sich, wie im aramäischen Originaltext, eben nicht um geile Weiber, sondern um kühle Weintrauben handeln, unter denen der Paradiesbewohner lagert.

Wir wollen nicht die Hekatomben an Toten zählen, die der fromme Wahn dieser Ein-Gott-Gläubigen schon gekostet hat, wir sollten daran denken, dass die Kinder dieser frommen Meme, wozu der Sozialismus/Kommunismus aber auch die Tai-Ping-Bewegung zählen, als Negation sogar der Nationalsozialismus und der Faschismus., richtige Menschenfresser waren und sind. Allesamt eschatologische Bewegungen, die das Paradies versprechen, sollte nur der letzte Feind beseitigt sein. Nur ein Kulack, ein Jude, ein Ungläubiger, ein Klassenfeind, ein alter weißer Mann noch (erschlagen, erschießen, verhungern lassen), dann, ganz sicher dann kommt das Paradies, erscheint Jesus, der Messias, das bedingungslose Maximaleinkommen, das geregelte Klima, ökologischer Gartenbau für alle, die heile Welt für Transen, Tussen und Tunten.

Samstag, 27. Februar 2021

Ruf mich an! - Ein Buch von Maike Stoverock

Die Volkswirtschaftslehre unterscheidet freie und knappe Güter.

Freie GüterGüter, die jedermann, unbegrenzt und ohne Bezahlung zur Verfügung stehen (Luft, Sonne ...) Knappe GüterGüter, die gekauft bzw. erst produziert werden müssen, und damit nicht jedermann unbegrenzt und ohne Bezahlung zur Verfügung stehen.

 Also, für Bücher muss man in der Regel bezahlen, aber Bücher sind kein Gut, an dem Mangel herrscht. Im Gegenteil, eine wahre Flut als Papier oder e-Paper rollt auf den Konsumenten zu, Was den Konsumenten zum knappen Gut macht, weswegen mit allerlei Maßnahmen versucht wird, seine Aufmerksamkeit zu erregen.

Und da gilt eben, Sex sells ("Ruf mich an!").

Und da hat nun Frau Stoverock ein Buch mit dem Titel "Female Choice. Vom Anfang und Ende der männlichen Zivilisation." geschrieben.

Damit das mal weg ist, an dieser Stelle gleich die ad hominem Kritik, und da sagt ein Bild mehr als 1000 Worte: Die Maike wie sie leibt und lebt.

Wir sehen eine prämenopausale, wahrscheinlich partner- in jedem Falle aber kinderlose Frau, die ihre beste Zeit schon hinter sich hat, deren Wahlmöglichkeiten hinsichtlich Partner und so ziemlich geschrumpft sind, und uns nun erklärt, dass die weibliche Partnerwahl in der Zukunft die Zivilisation beendet, welche sie männlich nennt. Offen bleibt, ob es eine speziell weibliche Zivilisation gibt, oder ob das, was wir als Zivilisation haben, nicht schon immer eine weibliche Zivilisation war, die nur Männer als Bauarbeiter nutzte.

Zur Auflockerung erste Gedankespiele:

Würden wir die Eichen fragen, welche Bedeutung die Eichhörnchen für das Geschäftsmodell der Eiche haben, so würden die Eichen wohl antworten, dass die Eichhörnchen die angestellten Außendienstmitarbeiter seien, welche die Kinder der Eichen verbreiten und an neuen Standorten pflanzten. Der Hinweis, dass die Eichhörnchen die Eicheln schließlich als Nahrung nutzten, würden die Eichen mit der Bemerkung kontern, dass es schließlich genug Eicheln gäbe, der Verlust eingepreist sei, und man für die Dienste der Eichhörnchen schließlich auch bezahlen müsse.

Würden wir die Eichhörnchen fragen, wie sie ihre Beziehung zu Eichen definieren, so würden die Eichhörnchen sagen, dass die Eichen wegen der Eicheln Teil der Nahrungsquellen seien. Den Hinweis, dass ein großer Teil, der als Nahrungsvorrat vergrabenen Eicheln nicht wieder gefunden werden, sondern dann im Frühjahr als neuer Baum auskeimten, würden die Eichhörnchen mit der Bemerkung kontern, dass sie, die Eichhörnchen, eben ein schlechtes Gedächtnis hätten, und bei der Vorratswirtschaft deswegen auf Masse setzen müssten, d.h. auf mehr Lagerung als notwendig.

Es handelt sich um eine Art von Symbiose, von interartlicher Geschäftsbeziehung, wobei das Eichhörnchen eigentlich ein Fressfeind ist: Es frisst die Kinder der Eiche auf. Denn anders, als bei Stein- oder Kernfrüchten, bei denen nur die süße Hülle dem Transporteur zum Lohn gegeben wird, der Keimling aber geschützt bleibt, schädigt das Eichhörnchen auch den Keimling. Die Eiche begegnet dem dadurch, dass sie auf Masse setzt. Die eineichel Eiche ist schon lange ausgestorben.

Beide Geschäftspartner geben sich offensichtlich hinsichtlich der Motivation des anderen Illusionen hin, insbesondere das Eichhörnchen, sofern es sein Handeln überhaupt reflektiert.

Und diese Illusionen prägen auch das Verhältnis der Geschlechter.

Das beginnt schon damit, wer hier mit wem und wie konkurriert. Es konkurrieren nämlich Mann mit Mann und Frau mit Frau. Es konkurrieren aber auch Mann mit Mann über Frau, wenn der Mann Töchter hat, und Frau mit Frau über Mann, wenn sie Söhne hat. Dazu kommt, dass die Männer die Frauen selektieren und die Frauen die Männer. Es ist keineswegs so, dass jeder Mann mit jeder Frau Kinder zeugen will, so wenig jeder Mann mit jeder beliebigen Frau Sex haben will. Auf der anderen Seite sind Frauen durchaus bereit ihre Standards erheblich zu senken, um überhaupt an Sex, oder an männliche Nähe, oder an männliches Investment zu kommen.

Mag die Befreiung von schweren körperlicher Tätigkeit und Produktion im Überfluss Frauen davon befreit haben, sich in die Abhängigkeit von einem Mann zu begeben, so hat diese Produktion im Überfluss und die Befreiung von der Notwendigkeit, einen Bauernhof zu bewirtschaften, auch denn Mann davon befreit, sich an eine Frau zu binden, denn die Wohltaten, die eine Frau liefert, kann man heute für geringes Geld im Supermarkt oder im Kleidergeschäft zukaufen, von den Huren ganz zu schweigen. Und da auch die Kinder für die Altersversorgung und als Knechte auf dem Hof nicht mehr notwendig sind, ist der Nutzen der Gebärfähigkeit der Frau für den Mann verschwunden.

Wir müssen uns wegen des Fortbestands der Menschheit deswegen keine Sorgen machen. Auch Spatzen beschließen nicht, es diesen Sommer mal mit der Brutpflege sein zu lassen und selbst gemütlich ins gebaute Netzt zu sitzen.

Hier setzt uns das Leben selbst die Grenzen, indem nur solche Lebewesen überleben, die ausreichend Kinder zeugen und groß ziehen. Und da gibt es genügend Mechanismen, die auch Lebewesen den rechten Weg weisen, die meinen ihr Intellekt sei der Meister im Haus. Natürlich kann eine Frau mit allen möglichen Männern in die Kiste steigen. Wenn Sie aber nur den einen liebt, so wahnsinnig und über alle Grenzen liebt? Und wenn sie nun mit diesem Mann, ja, genau diesem Mann unbedingt und zwingend Kinder möchte, braucht, will. Wer die Macht unseres Unbewussten kennen lernen will, soll sich mal mit Zwangskrankheiten beschäftigen.

Und an dieser Stelle nun ein Zitat aus dem Film Matrix, ein Dialog zwischen Neo (dem Erlöser) und einem ehemaligen Agenten des Systems (dem Bösen):

Smith: "Überrascht, mich zu sehen?"
Neo: "Nein."
Smith: "Dann wissen Sie davon?"
Neo: "Wovon?"
Smith: "Unserer Verbindung. Ich verstehe nicht ganz, wie es passiert ist. Möglicherweise wurde irgendein Teil von Ihnen auf mich übertragen, irgendwas überschrieben oder kopiert. Allerdings ist dies jetzt irrelevant. Wichtig ist, dass es für das, was passiert ist, einen Grund gibt."
Neo: "Und welcher Grund wäre das?"
Smith: "Ich habe Sie sterben sehen, Mr. Anderson, ich habe Sie getötet. Mit einer gewissen Befriedigung. Und dann passierte etwas. Etwas, von dem ich wusste, dass es unmöglich war, aber es passierte. Sie zerstörten mich, Mr. Anderson! Danach, ich kannte die Vorschriften, ich wusste was ich zu tun hatte, aber ich tat es nicht. Ich konnte es nicht, ich fühlte mich gezwungen zu bleiben, den Befehl zu verweigern. Und nun stehe ich hier ihretwegen, Mr. Anderson. Ihretwegen bin ich kein Agent des Systems mehr. Ihretwegen bin ich verändert, bin nicht mehr vernetzt. Ein neuer Mann, könnte man sagen. Wie Sie, dem Anschein nach frei."
Neo: "Herzlichen Glückwunsch!"

Smith: "Danke. Aber, wie Sie sehr gut wissen, kann der Schein durchaus trügen, was mich zu der Frage zurück führt, warum wir hier sind. Wir sind nicht hier, weil wir frei sind. Wir sind hier, weil wir nicht frei sind; wir können dem Zweck nicht entrinnen; wir können die Bestimmung nicht verleugnen, denn wie wir beide wissen, ohne Bestimmung - würden wir nicht existieren."
Smith#2: "Es ist die Bestimmung, die uns erschaffen hat."
Smith#3: "Bestimmung, die uns verbindet."
Smith#4: "Bestimmung, die uns motiviert,"
Smith#5: "die uns führt,"
Smith#6: "die uns antreibt."
Smith#7: "Es ist Bestimmung, die uns definiert."
Smith#8: "Bestimmung, die uns verbindet [ungenaue Übersetzung von 'bind', im Sinne von 'verpflichten']."
Smith: "Wir sind Ihretwegen hier, Mr. Anderson! Wir sind hier, um Ihnen das zu nehmen, was Sie versucht haben, uns zu nehmen:
 [er versucht ihn zu assimilieren] Bestimmung!"

Und so ist es! Wir sind hier, weil wir eine Bestimmung haben, nämlich zu leben und uns fort zu pflanzen. Jeder hat das Recht aus diesem Spiel aus zu steigen, nur nehmen seine Gene dann an der Zukunft nicht mehr teil.

Der Mensch ist nicht monogam aus Natur, sondern aus Notwendigkeit oder Überzeugung. Darum bedeutet Monogamie für den Menschen Verzicht. Der Mann ist von Natur polygam (möchte sich mit vielen Frauen paaren) die Frau hypergam (möchte sich mit den Statushöchsten paaren). Will eine Frau ihren Mann halten, muss sie sich immer wieder neu erfinden. Will ein Mann seine Frau halten, muss er dafür Sorgen, dass er in ihren Augen Status hat, mehr Status als die anderen Männer, mit denen sie in engeren Kontakt kommt.

Die Monogamie ist um der Frau willen geschaffen. Als Jesus die Ehe als unauflöslich erklärt, meinen die Jünger, dass das die Ehe unattraktiv mache. Die Ehe ist um der Frau willen gemacht, nicht um des Mannes willen, denn die Männer, die früher heiraten konnten, also die reichen Männer, hätten spielend die alte Frau durch eine neue Frau ersetzen können.

Die Monogamie ist aber auch um der Gesellschaft willen geschaffen, nämlich um möglichst viele Männer als produktive Teilnehmer in die Gesellschaft ein zu binden. Nicht eingebundene Männer, Männer ohne Chance auf ein standesgemäßes Leben, sind nämlich nicht ungefährlich. Mit solchen Männern hat Wilhelm der Eroberer England erobert, mit den nachgeborenen und damit nicht erbfähigen Söhnen von Adeligen.

Der Traum, von der wild herumvögelnden freien Frau kann rasch zum Albtraum werden, wie man an Verwandten aus dem Affenreich sehen kann.

Indische Languren leben in Gruppen. Die häufigste Form ist die Harems- oder Einmanngruppe, in der ein einziges Männchen, mehrere Weibchen und deren Jungtiere zusammenleben. Es gibt auch gemischte Gruppen, in denen sich rund doppelt so viele Weibchen wie Männchen finden.

Die Gruppenform hängt zum Teil von der Bevölkerungsdichte im betreffenden Gebiet ab. In dichter besiedelten Gebieten sind kleinere Haremsgruppen häufiger, in dünn besiedelten Regionen größere gemischte Gruppen.

Eine dritte Form, die unabhängig von den anderen vorkommt, sind die reinen Männchengruppen, also Männchen, die bei Erreichen der Geschlechtsreife ihre Geburtsgruppe verlassen mussten. Solche Männchengruppen umfassen Tiere jeden Alters, manche verbringen ihr ganzes Leben darin. In jeder Gruppenform etablieren die Männchen eine strenge Rangordnung. Pro Gruppe leben im Schnitt 13 bis 40 Tiere. Berichte über Gruppen von 100 Tieren und mehr dürften eher Verbände von mehreren Gruppen beschreiben.

Haremsgruppen werden vom Alphamännchen angeführt und geleitet, im Durchschnitt kommt es alle zwei Jahre zum Wechsel des Haremsführers. Männchengruppen streifen durch die Territorien der Haremsgruppen und versuchen, das Alphatier zu vertreiben. Gelingt dies, übernimmt das ranghöchste Männchen der Junggesellengruppe die Führungsrolle bei den Weibchen.

In diesem Fall kommt es oft zum Infantizid: das neue Männchen tötet alle noch gesäugten Jungtiere, die sein Vorgänger gezeugt hat; bereits entwöhnte Jungtiere müssen schlagartig die Gruppe verlassen. Da das Männchen nicht allzu viel Zeit hat, bevor es wieder von der Haremsspitze verdrängt wird, muss es schnell Nachkommen zeugen. Der Sinn der Kindstötungen liegt darin, dass die Weibchen, sobald sie kein Kind mehr säugen, viel schneller wieder empfängnisbereit werden; so erhöht das neue Alphamännchen seine Chancen auf eigenen Nachwuchs.

Haremsgruppen begegnen einander meist friedlich, Junggesellengruppen werden von anderen oft misstrauisch beäugt und verjagt, wohl aufgrund der Angst vor Konkurrenz durch die Männchen. Sie bewohnen ein festes Revier, dessen Größe von Habitat und Gruppenform abhängt und bis zu 20 km2 betragen kann.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Indische_Languren

Der kulturelle Firnis ist dünn, die Zivilisation permanent bedroht und wird nur durch gewaltbereite, kräftige Männer erhalten (Polizei, Armee). Ein Blick nach Somalia und andere failed States sollte uns das vor Augen halten. Eine Frau ohne männlichen Schutz ist meist nur Beute.

https://de.wikipedia.org/wiki/Am_Anfang_war_das_Feuer

Ich kaufe mir dieses Buch mit Sicherheit nicht und empfehle auch keinem Mann, dieses Buch zu kaufen. Dafür gibt es verschiedene Gründe.

Erstens nervt es gewaltig, wenn mir kinder- und wahrscheinlich auch partnerlose Frauen die Zukunft des Geschlechterverhältnisses erklären. Da sprechen doch Blinde von Farben.

Zweitens gibt es da den wahren Spruch: The past is history, the future is mystery. Wir wissen einfach nicht, wie sich die menschliche Art mit ihren diversen Subspezies entwickeln wird. Wir wissen nicht, ob wir unsere Zivilisation nicht wieder verlieren, wie es am Ende des römischen Reichs geschah. Wir wissen aber ganz sicher, dass Menschenfrauen bauchbrütende Eizellspender mit Milchdrüsen sind, was für den Phänotyp eine Menge Einschränkungen mit sich bringt, Einschränkungen, die beim Menschenmann nicht vorhanden sind. Außerdem haben Menschenmänner ein höheres Vermehrungspotential. Also wird die Evolution überwiegend beim Mann ansetzen. Die Konkurrenz unter Männern wird dazu führen, dass die Gesellschaft hierarchisch ist, und Frauen werden miteinander um den Zugriff auf die Spitzengruppe dieser Männer konkurrieren. Frauen, die sich mit Luschen paaren, werden Luschen als Söhne zeugen, die dann aus dem Genpool fliegen.
Damit ist die Prognose von Frau Stoverock der reine Bullshit.

Drittens gehört das Buch von Frau Stoverock in ein bestimmtes Genre: Hirnporno für Feministinnen. Es gibt da in dem Lied "Du hattest keine Tränen mehr" von Peter Maffay eine Passage "Ich glaube nicht, dass ich noch länger leben möchte. Wenn ich jetzt sterben würde. Könnt' ich die Welt mir träumen. Wie sie nicht war." Wer mit seiner Rolle als Frau nicht zurecht kommt, träumt sich die Welt herbei, in der Frauen die großen Bringer sind. Und da das die Wirklichkeit nicht her gibt, liest oder guckt man feministische Pornos, also Heldengeschichten für Frauen. Man findet das auch bei linken Intellektuellen, die in der Phantasie ganz dolle Widerstand gegen Nazis leisten. Und da es keine Nazis mehr gibt, baut man sich halt welche, irgendwelche harmlosen Menschen (darunter auch doofe), die man als ultrarechts brandmarkt, um dann verbal oder real auf ihnen rumzuhauen. Den echten Nazis wäre man damals aber in den Arsch gekrochen. Es gibt keine größeren Huren als Intellektuelle im Angesicht der wirklichen Gewalt. Auch Gorki biederte sich Stalin an. Und die aktuelle Journaille kriecht der Regierung Merkel in den Arsch.
Kauft man feministischen Hirnporno, so kippt man Benzin ins Feuer.

Montag, 17. August 2020

Glaubensbücher sind Literatur - sonst nichts!

 Bildende Kunst, darstellende Kunst und Literatur bzw. Erzählung entspringen den Bedürfnissen und den Fähigkeiten der Menschen, die solcherlei schaffen und die solcherlei konsumieren.

Und diese kulturellen Leistungen des Menschen haben tiefgreifende Wirkungen auf den Menschen, sein Weltbild, sein Selbstbild, sein Denken und Fühlen.

Kunst, wozu ich die Literatur mitzähle, ist Macht. Die Macht der Bilder, die Macht der Figuren und Gebäude, die Macht des Theaters, der Dichtung, der Bücher und Erzählungen, keine Herrschaft kommt dauerhaft ohne Bezug darauf aus.

Ganz besonders gilt das in den Sphären der Religionen und Ideologien, die ja nichts anderes sind, als für wahr befundene Erzählungen.

So wurde das Alte Testament verfasst etwa um 600 vor Christus um die Herrschaft der Könige von Juda zu legitimieren.

Keine Posaunen vor Jericho

Das Neue Testament wurde letztlich von Paulus unter hellenistischem Einfluss geprägt und, weil es nun staatskompatibel war, von Konstantin als Legitimation zur Herrschaft entdeckt und zur Staatsreligion erklärt.

Der Islam hingegen entstand zwischen 700 und 800 nach Christus aus den Heilslehren der Christen in Syrien, welche bestimmte Konsilbeschlüsse, so die Gottesebenbürtigkeit von Jesus und die Dreieinigkeit nicht mitgehen wollten und konnten. Einige dieser Gemeinden wurden als Folge persischer Überfälle in den Irak verschleppt, kamen dort unter den Einfluss der persischen Religion des Zoroastrismus. Dort wurden der Koran und die Hadithen verfasst, wobei die Hadithen unseren Evangelien entsprechen, die Evangelien als Jesusgeschichten, die Hadithen als Mohammedgeschichten. Auch hier diente die Religion der Legitimation der Herrschaft, nämlich der Omayyaden in Damaskus und der Abbasiden in Bagdad.

Kein Glaubensbuch ist Gottes Wort, denn Gott lallt, nuschelt und irrt nicht!!!

Alle Glaubensbücher sind voller Irrtümer, voller Denkfehler, voller Widersprüche. Sie sind Menschenwerk, sie sind Literatur. Da wir die Gottheit nicht erfassen können, nicht fassen können, versuchen wir sie in Geschichten fassbar zu machen. Und diese Geschichten liefern uns dann, was wir so dringend benötigen: Heimat, Rat, Wegweisung, Sicherheit, Trost, Gewissheit.....

Und nicht vergessen: Wenn der Mensch zu Gott spricht, so ist das Frömmigkeit. Wenn aber Gott zum Menschen spricht, dann ist das Schizophrenie.

Es gibt ein wunderbares Buch zum Islam, das ich gelesen habe und nur weiter empfehlen kann:

Der missverstandene Koran

Das soll niemanden davon abhalten, ein erfülltes Glaubensleben zu führen, die Gebote seiner Religion ernst zu nehmen und sich mit Hilfe seines Glaubensbuches auf Gottsuche zu machen.

Ich z.B. bin Christ, evangelischer Christ, also quasi Halbjude, weil die Zentrierung auf die Schrift und ihre Auslegung ist ja ein besonderer Zug des Judentums. Der evangelische Christ will nicht nur glauben, er will wissen, Gottes Willen nämlich, den er in der Schrift zu finden hofft. Und er ist ein Jesusjünger. In den Augen der Muslime begeht er damit natürlich eine Todsünde, denn neben Gott darf es keinen weiteren Gott geben. Wenn ich Jesus aber zu Gott mache, ist das keine monotheistische Religion mehr. Das mit der Dreieinigkeit soll den Mangel heilen, aber wie gesagt, die Christen stehen auf dünnem Eis.

Aber seien wir doch ehrlich: Ist das nicht egal!!!

Denn natürlich ist Gott der Einzige (Islam), der Gerechte (Juden), der Gnädige (Christen), der Liebende (Maria) und leider Gottes auch der Strafende. Wobei das Unheil, das uns ereilt selten Strafe sondern meist eben Unglück ist, Folge der Freiheit aller Dinge im Universum. Manchmal hält uns aber eben nur die Furcht vor Strafe auf dem Pfade der Tugend.

Was übrigens die Wahrheitsfindung in historischen Fakultäten betrifft hier ein Text aus o.g. Buch:

Forschungsfreiheit gibt es an Universitäten nur als formale staatliche Garantie der Nichteinmischung für die gesamte Organisation, aber nur für wenige Einzelne. Institutsleiter und Lehrstuhlinhaber bestimmen die Richtung. Manchmal wird nach Gutsherrenart geführt, manchmal ist die Kontrolle subtil. Wer nicht folgen will oder kann - auch moralische Dilemmata kommen vor - wird ausgestoßen oder packt gleich selbst seine Sachen. Ein Universitätsinstitut ähnelt einem Tendenzbetrieb wie Kirche oder Zeitung. Ein Wissenschaftler überlegt sich tunlichst schon am Beginn seiner Laufbahn, z.B. bei der Wahl des Dissertationsthemas, ob er dem Kurs seines verehrten Lehrers, der meistens auch sein Vorgesetzter ist, folgen will. Wenn er irgendwann feststellen sollte, dass er einem Irrtum aufgesessen war und er nun die ganze Richtung für falsch hält, ist seine Lage schwierig. Abweichung vom eingeführten Denken kann zur Existenzvernichtung führen.

Samstag, 20. Juni 2020

Rasse, Klasse, Masse

Der Spruch, dass man vor lauter Wald die Bäume nicht mehr sieht, meint, dass man vor lauter Allgemeinem das Spezielle nicht mehr wahr nimmt.
Wir möchten als Einzelwesen wahrgenommen werden, aber klar ist, dass wir alle Merkmale tragen, genetisch und kulturell, die uns mehr oder weniger eindeutig als Angehörige von Gemeinschaften ausweisen, zu denen wir mehr oder weniger freiwillig gehören.
Und auch wenn wir es nicht gerne hören, wir entsprechen den (Vor-)Urteilen, die man gegen diese Gemeinschaften hegt, mehr, als uns lieb ist. Herkunft und Sozialisation lassen sich schwer verleugnen.

Eine Taxonomie (altgriechisch τάξις táxis ,Ordnung’ und νόμος nómos ,Gesetz’) ist ein einheitliches Verfahren oder Modell (Klassifikationsschema), mit dem Objekte nach bestimmten Kriterien klassifiziert, das heißt in Kategorien oder Klassen (auch Taxa genannt) eingeordnet werden.[1] 

Naturwissenschaftliche Disziplinen verwenden den Begriff der Taxonomie für eine in der Regel hierarchische Klassifikation (Klassen, Unterklassen usw.).

Taxonomien sind für die Entwicklung einer Wissenschaft von erheblicher Bedeutung: Sie erleichtern den Umgang mit Einzelfällen und ermöglichen summarische Aussagen, die bis hin zu einer Erklärung von Zusammenhängen führen können. Sie zwingen zur Klarheit über die Unterschiede zwischen den Kategorien und führen dadurch zu einem besseren Verständnis des Untersuchungsbereichs.

Anthropologische Untersuchungen zeigen, dass die in bestimmten Sprach- und Kulturräumen verwendeten Taxonomien in örtliche, kulturelle und soziale Systeme eingebettet sind und unterschiedlichen sozialen Zwecken dienen. Eine der bekanntesten und einflussreichsten Studien über Laien-Taxonomien (folk taxonomies) ist Émile Durkheims Die elementaren Formen des religiösen Lebens. Quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/Taxonomie

Die Art als Vermehrungsgemeinschaft ist in der Regel von anderen Arten eindeutig abzugrenzen. Aber selbst das Konzept der Art ist ein Konstrukt. Im Rahmen der Entwicklung unserer Art, des Homo sapiens sapiens, kam es zu Vermischungen mit anderen, älteren, Menschenarten, so dem Neandertaler, den Denisova-Menschen und anderen menschlichen Frühformen.
Es wäre zu testen, ob eine Mischung mit Bonobos oder Schimpansen möglich ist.

Eine Artgrenze kann auch durch die Physiognomie (Katze und Löwe) oder die räumliche Trennung (Löwe und Tiger) entstehen, obwohl die Kreuzung der Arten möglich ist.

Doch die Taxonomie endet nicht auf der Eben der Arten, denn diese können über ihr Verbreitungsgebiet große Unterschiede in Verhalten und Gestalt aufweisen, so dass eindeutig Unterarten zu erkennen sind:

Die Unterart oder Subspezies (lateinisch subspecies, abgekürzt subsp. oder ssp.) ist in der biologischen Systematik die taxonomische Rangstufe direkt unterhalb der Art. In der Botanik stehen unter ihr die Varietät und die Form.

In der Zoologie und der Bakteriologie ist die Unterart die niedrigste Rangstufe. Sie stellt taxonomisch eine sekundäre Kategorie dar, wird also nur bei Bedarf eingesetzt und kann durch den Fachbegriff Population ersetzt werden.


Definition
Ernst Mayr definierte die Unterart 1969 in Principles of Systematic Zoology so:

„Eine Subspezies ist die Zusammenfassung phänotypisch ähnlicher Populationen einer Art, die ein geographisches Teilgebiet des Areals der Art bewohnen und sich taxonomisch von anderen Populationen der Art unterscheiden.“[1][2]

Wie alle anderen hierarchischen Rangstufen der biologischen Systematik außer der Art ist die Unterart als Rang nicht objektivierbar, sondern beruht auf Konvention.

„Im Hinblick auf die vielen Fälle falscher Benutzung des Terminus muß betont werden, daß die Unterart eine von der Art grundverschiedene Kategorie darstellt. Es gibt kein Kriterium zur Definition der Kategorie Subspezies, das nicht künstlich wäre. Die Unterart ist auch keine Evolutionseinheit – es sei denn sie stellt zugleich ein geographisches Isolat dar.“[1][2]

Das bedeutet nicht, dass tatsächlich beobachtbare oder abgrenzbare Subspezies keine realen biologischen Einheiten wären. Es ist aber zwischen verschiedenen Fachleuten oft umstritten, ob die objektiven Unterschiede für die Definition einer Unterart ausreichend sind. Viele Fachleute ziehen es vor, nur den Begriff Population zu verwenden.

Anwendung
In der Zoologie und in der Botanik werden Gruppen von ähnlichen Individuen als Unterarten bezeichnet, wenn die Individuen der einen Gruppe einerseits offenkundig mit denen der anderen Gruppen paarungsfähig sind (also ein wichtiges Kriterium der Abgrenzung von Arten nicht erfüllen), andererseits aber als Gruppe (als Sippe) hinreichend eindeutig gegen andere Gruppen (Sippen) abgrenzbar sind und zudem eine bestimmte geographische Unterregion des Verbreitungsgebietes der Art bewohnen.

Die Systematiker führen somit Unterarten vor allem bei besonders formenreichen Arten ein, wobei eine wirklich scharfe Abgrenzung dieser infraspezifischen Taxa nicht immer gelingt. Rezente Unterarten sind stets räumlich oder zeitlich unterschiedlich ausgebreitet (vikariierend), aber oft nicht völlig isoliert.

Bei Kreuzung bilden sie in der Regel fertile Bastarde (abgekürzt: nothosubsp. oder nssp., griech. nóthos = unecht, unehelich).
Im Überlappungsbereich ihrer Verbreitungsgebiete (Hybridisationszone) sind Unterarten in der Regel durch so genannte Übergangspopulationen miteinander verbunden. Der Grund für solche fließenden Übergänge liegt darin, dass zwischen Unterarten mit Hybridisationszonen keine Fortpflanzungsbarrieren bestehen.

Doch wenn eine Population von ihrer Ausgangspopulation getrennt wird, dann kann sich daraus in einem stetig fortlaufenden Prozess der Artbildung eine neue Art entwickeln, die dann Isolationsmechanismen zu den anderen Populationen erworben hat.[3]

Durch solche fließenden Übergänge kann es viele verschiedene Formen geben. Heute werden zur Abgrenzung von Unterarten in der Regel keine kontinuierlich über die Gesamtpopulation variierenden Merkmale (klinale Variation) herangezogen und diese Population dadurch völlig willkürlich unterteilt, sondern es werden distinkte Merkmalsunterschiede verwendet, die sich im Laufe einer zeitweiligen geographischen Isolation ausgebildet haben. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Unterart#Unterart_in_der_Zoologie
Um einmal Beispiele zu nennen: Der Grizzlybär ist eine Unterart des Braunbären. Die Dogge und der Chiwawa gehören zur gleichen Art, wie der Windhund und der Dackel.
Auch der Inuit und der Massai gehören zur gleichen Art. Inuits können sich mit Inuits und Massais mit Massais beliebig oft paaren, nie entsteht ein Kind, das die Merkmale der anderen Unterart aufweist. Der Inuit wirkt in der Savanne verloren, wie auch der Massai in der Arktis.
Bei Tieren nennt man solche Unterarten auch Rassen. Dass dabei Gene eine Rolle spielen ist klar, die helle Hautfarbe der Kaukasier und die dunkle Hautfarbe der Aborigines ist nicht anerzogen.
Aber klar ist auch, dass hinsichtlich anderer Gene, als der den Unterschied bestimmenden, innerhalb jeder Gruppe größere Unterschiede bestehen können, als zwischen den Unterarten.
Die genetische Vielfalt der Schwarzafrikaner ist sprichwörtlich und die Unterschiede zwischen schwarzafrikanischen Populationen größer, als z.B. zwischen Kaukasiern und Asiaten.

Die genetischen Unterschiede zwischen Unterarten zu leugnen kann zu fatalen Problemen führen, so kann die Arzneimittelwirkung wegen biochemischer Verschiedenheiten sich gravierend unterscheiden. Selbst zwischen Süd- und Nordeuropäern gibt es deutliche Unterschiede, so ist der Favismus (Enzymmangel, der beim Konsum von Saubohnen zu Hämolyse und schwerer Anämie führt)  im Mittelmeerraum häufiger vertreten, als in Nordeuropa. Auch sind Männer häufiger betroffen als Frauen.

Damit sind gleich zwei Modeerscheinungen erledigt, nämlich die irre Behauptung:

  1. es gäbe keine Rassen
  2. es gäbe keine Geschlechter

Die Leugnung der Unterschiede ist um so alberner, als sie so offensichtlich sind.

Die Gefahr des Offensichtlichen ist jedoch, dass man Merkmale dazu packt, die nichts mit Genen zu tun haben, sondern mit Kultur und Umgebung. Beides sollte jedoch nicht überschätzt werden, denn Gene beeinflussen sehr stark unser Können und Wollen, Talent und Motivation, unsere Emotionalität und unseren Intellekt. Dabei gibt es absolute Grenzen und solche, welche durch Erziehung, Bildung und Training überwunden werden können. Dabei wirken aber nicht nur der Einzelne, sondern auch die Umgebung im Sinne von Landschaft, als auch Umgebung im Sinne von Gesellschaft mit.

Dass die Aborigines in Australien meist so gar nicht mit der Welt zurecht kommen, welche die Weißen dort errichtet haben und welche man die Moderne nennt, hängt sicherlich mit Diskriminierung zusammen, aber auch damit, dass diese Menschen in den 60.000 Jahren, in welchen sie weitgehend unbeeinflusst von außen dort überlebt haben, geistige und körperliche Fähigkeiten erworben (und andere verloren) haben, die sie befähigt haben, in dieser Umgebung zu überleben, Fähigkeiten und Mentalitäten, welche ihnen in der heutigen Welt aber nicht weiter helfen, sie gar behindern. Wer in der Lage ist, einen Kängurufurz auf vier Kilometer zu riechen, die Welt ansonsten wie in einem Traum und als magischen Ort erlebt, weil sein Hirn und sein Geist, so gestrickt sind, kommt als Winzer in Australien nicht sehr weit.

Die Gene sind aber auch den englischsprachigen Einwanderern nicht gewogen, die z.B. als Schotten eine extrem helle Haut haben und deswegen in der brennenden Sonne Australiens von Hautkrebs heimgesucht werden. Es gibt einen realen Grund, warum die Aborigines eine so dunkle Haut und eine vorspringende Stirn haben.

Genetisch und phänotypisch erkennbare Unterarten (Rassen) bilden sich durch regionale Besonderheiten, z.B. die Anpassung an das Leben in großer Höhe (Tibet, Anden), wobei die Tibeter eine andere Methode der Anpassung verwenden als die Andenindianer.

Die Andenindianer haben einen höheren Hämoglobingehalt im Blut (mehr Erythrozyten), die Tibeter einen normalen Hämoglobingehalt, aber eine erhöhte Atemfrequenz.

Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6henkrankheithttps://www.sueddeutsche.de/gesundheit/leben-in-der-hoehe-blut-der-berge-1.1891575

Diese Anpassungen betreffen aber nicht nur unseren Körper, sondern auch unsere Seele, unsere Emotionalität. Die Reaktion auf Bedrohung kann auf drei von außen beobachtbare Verhaltensweisen erfolgen: Kampf, Flucht, Lähmung mit den dahinter stehenden Emotionen Aggression/Wut, Furcht, Depression. Unsere Präferenzen sowohl genetisch als auch kulturell geprägt, wobei man den kulturellen Anteil als Beherrschung bezeichnen kann, bis zur Verleugnung, was dann Neurosen aller Art Tür und Tor öffnet. Sich zu weit von unserem inneren Tier zu entfernen, kann ungesund sein.

Man hat ein Gen gefunden, dass die Aggression fördert, ein MAO-Gen (MonoAminOxidase). Die Monoaminoxidase baut im Gehirn u.A. Adrenalin, Noradrenalin und Serotonin ab, nachdem diese ihre Funktion als Überträgerstoffe von Nervenzelle zu Nervenzelle ausgeführt haben. Führt eine Genvariante zu einer geringeren Syntheserate an MAO, erhöht sich die Konzentration dieser Neurotransmitter, die entsprechenden Nervengeflechte haben dann ein erhöhtes Aktivitätsniveau.

Menschen mit einer solchen Genvariante haben ein erhöhtes Aggressions- sprich Gewaltpotential. Sie reagieren schneller gewalttätig.
Quelle: https://www.medmix.at/welchen-einfluss-haben-aggression-gene-wirklich/?cn-reloaded=1

Populationen, die in einer sehr gewalttätigen Umgebung leben, sind häufiger Träger solcher Genvarianten, z.B. die Ute-Indianer in Nordamerika, mit allen Nebenwirkungen, inklusive der neurotischen Schäden, welche die Unterdrückung dieser Veranlagung mit sich bringt.
Quellen: https://edoc.ub.uni-muenchen.de/16947/1/Schuebler_Stefanie.pdfhttp://www.d-e-zimmer.de/PDF/aggression1989.pdf

Wie stark eine solche genetische Neigung sich in realem Verhalten niederschlägt, hängt auch von den Lebensumständen ab, dem Erleben, der Sozialisation, der Umgebung. Ein satter Löwe im Zoo wird sich anders verhalten als ein hungrige Löwe in der Wildnis. Aber ein Löwe bleibt ein Löwe und ein aggressiver Mensch wird in entsprechender Situation mehr seelische Kraft benötigen, sozial akzeptabel zu reagieren, als ein Mensch ohne diese Veranlagung.

Ob sich eine Genvariante in einer Population verbreitet oder nicht, hängt davon ab, ob sie den Trägern dieser Variante Vorteile gegenüber denen Verschafft, welche diese Variante nicht tragen. So was nennt man dann Evolution. Wenn Männer Frauen mit hellblonden Haaren bevorzugen, und es herrscht über die Zeiten Männermangel, d.h. es sind Männer, welche den Vermehrungsmarkt dominieren, dann werden sich die Frauen mit hellblonden Haaren stärker vermehren, als die Frauen mit anderen Haarfarben und dann wird sich das blonde Haupthaar durchsetzen. Meist wird der Vermehrungsmarkt von Frauen dominiert, also werden sich deren sexuelle Präferenzen im Geno- und Phänotyp der Männer bemerkbar machen, seien es Merkmale der Ästhetik (also Schön) oder der Lebenstüchtigkeit (Status).

Nachdem wir nun geklärt haben, warum es Unterarten gibt, wie diese entstehen und warum es sehr wichtig ist, die Besonderheiten dieser Unterarten zu berücksichtigen, z.B. in der Medizin, stellt sich nun die Frage, wie wir das real vorhandene Phänomen benennen.
Magisches Denken bezeichnet in der Psychologie eine Erscheinungsform der kindlichen Entwicklung, bei der eine Person annimmt, dass ihre Gedanken, Worte oder Handlungen Einfluss auf ursächlich nicht verbundene Ereignisse nehmen, solche hervorrufen oder verhindern können. Quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/Magisches_Denken#:~:text=Magisches%20Denken%20bezeichnet%20in%20der,solche%20hervorrufen%20oder%20verhindern%20k%C3%B6nnen.
 Es ist naiv, ein jedem Kind, jedem Laien offensichtliches Phänomen aus der Welt schaffen zu wollen, indem man die Begriffe verbietet, welches dieses Phänomen beschreiben. Egal wo ich mich in der Welt bewege, wird man mich als Kaukasier erkennen und mir alle Vorurteile anhängen, welche der Beobachter gegen Kaukasier und Deutsche im Besonderen hegt. Wobei der Begriff  "Deutscher" mit Rasse kaum etwas zu tun hat. Der Begriff beschreibt die Staatsangehörigkeit oder die Zugehörigkeit zu einer Kulturgemeinschaft, die eine deutsche Sprache spricht. So sind die Ostjuden ohne Zweifel eine deutsche Kulturgemeinschaft, denn Jiddisch ist ein deutscher Dialekt mit hebräischen Einsprengseln. Und die Ostjuden selber sind von der Rasse eine Mischung aus Semiten und Indoeuropäern mit einem Schuss Türken und Mongolen.

Bei der Tierzucht spricht man von Rassen, wenn man Unterarten meint, und man versucht erfolgreich durch Zucht nicht nur die Physiognomie sondern auch das Naturell der Tiere zu formen. Das Problem der Zucht ist, dass die reinrassigen Tiere ein Kunstprodukt sind, die sich in freier Natur rasch wieder zu Feld-, Wald- und Wiesenpromenadenmischungen verkreuzen würden, geprägt nur durch ihre genetischen Möglichkeiten und die Zwänge ihrer ökologische Nische und der gewählten Überlebensstrategie. Die sogenannte "reine Rasse" ist ein Kunstprodukt und ein evolutionärer Nachteil.

Um also auf den Punkt zu kommen: Ich erkenne einen Neger, wenn ich ihn sehe! Und wenn seine Physignomie zu stark von der europiden abweicht, entwickle ich die zu erwartenden Gefühle: Abneigung, Stress. Diese entwickle ich nicht bei Menschen dunkler Hautfarbe mit europiden Gesichtszügen, z.B. dunkelhäutigen Asiaten wie Nepalesen, Darvida, etc.)
Nun diese Emotionen entwickle ich auch bei Kaukasierdeutschen, die sich in Aussehen und Verhalten stark von den Menschen unterscheiden, die ich in der Vorzeit als meine Sippe bezeichnet hätte oder bei Zigeunern in Stammeskleidung mit stammesüblichem Verhalten.

Das Attribut das die Reaktion auslöst heißt "nicht meine Sippe" oder schlicht "fremd" oder "potentiell gefährlich".

Es ist albern, bei jeder Ablehnung fremder Menschen Rassismus zu schreien.





Wird fortgesetzt!

















Sonntag, 10. Mai 2020

Der 2. Weltkrieg

Also gut, also gut, wenn jeder (Trottel) was dazu sagt, muss ich auch meinen Senf dazu geben.
Aber zuerst die Triggerwarnung: Diesen Text liest jeder auf eigene Gefahr.

Der Staat, der Leviathan, beruht auf Gewalt. Durch Gewalt geboren, durch Gewalt erhalten war sein ursprünglicher Zweck nicht weniger als einer siegreichen Minderheit zu Lasten einer besiegten Mehrheit ein angenehmes Leben zu gewährleisten.

Wer einen Staat gründen will ist selten nett! Vielleicht sind die Nachfolger der Gründer netter, aber der Gründer ist meist ein ziemlicher Schlagetot. Die Mayas waren nicht nett, die Inkas waren nicht nett, die Conquistadoren waren nicht nett, die Siedler und Eroberer Nordamerikas waren nicht nett, die Kosaken, die Sibirien erobert, waren nicht nett, die Mandschu waren nicht nett, die Herrscher der Ming waren nicht nett, die Mongolen, die China eroberten, waren nicht nett. Die Arier, die Nordindien unterwarfen, waren nicht nett. Die Moslems, die Nordindien unterwarfen, waren nicht nett. Und Hitler, war nicht nett.

Ganze Bevölkerungsgruppen zur Ausrottung frei zu geben ist erstens nicht nett aber auch nicht besonders originell. De Bello Gallico, vom gallischen Krieg, gibt beredtes Zeugnis, wie so was abläuft: weder Weib noch Kind schonend. War aber erfolgreich! Gallien, das heutige Frankreich, wurde ein romanisches Land. Gut, die Methode mit dem Gas ist originell, aber so originell auch wieder nicht, wenn man an den Gaseinsatz im ersten Weltkrieg denkt, wo auch die industrielle Massenvernichtung geübt wurde. Der Kulturbruch ist der erste Weltkrieg und nicht die Vernichtungslager. Im ersten Weltkrieg wurde der Wert des menschlichen Lebens gewogen und für vernachlässigbar befunden, und zwar von allen beteiligten Kriegsparteien.
Ganze Bevölkerungsgruppen zur Ausrottung frei zu geben, war Mode in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Juden, Polen, Ukrainer, Armenier, Griechen, Türken, Russen, Klassenfeinde, Rassenfeinde, .....

Höre ich hier den Vorwurf "Relativierung"?

Nun, wenn ich einen Menschen aus niedrigen Beweggründen töte und mein Nachbar tötet einen anderen Menschen aus niedrigen Beweggründen, so sind wir beide Mörder, und dieses Faktum steht dann in seiner ganzen Hässlichkeit in der Welt. Da gibt es nichts zu relativieren.

Wer mit Vorsatz und nach einem perfiden Plan Wohngebiete einäschert, wer auf ein Land, das zur Kapitulation bereit ist, zwei Atombomben wirft, um die bedingungslose Kapitulation zu erzwingen, wer 15 Millionen Menschen aus ihrer angestammten Heimat vertreibt und ausplündert und dabei noch zwei Millionen, teilweise bestialisch, umbringt, soll mich mit dem Spruch verschonen, aber die Nazis seien noch viel schlimmer gewesen.

Aber wir sind uns einig, der Nationalsozialismus hitlerscher Prägung hatte da einige Besonderheiten, die diese Bewegung auf alle Zeiten in Misskredit bringen:

  1. die Euthanasie, also die Morde an Behinderten
  2. die rassistisch begründeten Morde an Juden, Slaven und Zigeunern
Wobei die Idee der Euthanasie ebenfalls keine originale Erfindung der Nationalsozialisten war. Von Schweden bis Nordamerika waren solche Ideen en vogue. Die Nationalsozialisten waren Kinder ihrer Zeit, die Ideen ihrer Zeit verwirklichten.
Zu einer Zeit als Großbritannien gegen das Böse aus Deutschland kämpfte ließen die Briten einige Millionen Inder verhungern. Das hat Churchill keine schlaflosen Nächte bereitet. Auch Churchill war ein weißer Suprematist reinsten Wassers.

Reden wir mal zu unserem Verhältnis zu Schöpfung! Wie behandeln wir unsere Mitlebewesen, insbesondere die, welche wir zur Nahrungsgewinnung angewiesen sind? Schon mal einen Schlachthof besucht? Wir verdrängen das, wenn wir die köstliche Wurst oder das zarte Kalbsschnitzel oder den Lammrücken essen. Und so sind wir Menschen in der Lage, auch das Leid des Mitmenschen zu verdrängen, vor allem, wenn wir ihn zum Unmenschen erklärt haben. Die Geschichte des Polizeibataillons 309 und seine Verbrechen gegen Juden in Weißrussland und im Baltikum ist hier ein Beispiel, wie auch das Verhalten polnischer und tschechischer und jugoslawischer Verbrecher gegen deutsche Zivilisten nach dem Waffenstillstand vom 08. Mai 1945.

Einem Opfer kann es egal sein, ob es erschossen, erschlagen, ertränkt, gehängt oder vergast wird. Es ist auch egal, ob man es verhungern oder verdursten lässt

So ist das der Deutschen gegenüber sowjetischen Kriegsgefangenen unentschuldbar, wie auch das Verhalten der Sowjets, Polen, Tschechen und Jugoslawen gegenüber deutschen Kriegsgefangenen.

Unentschuldbar ist das Verschleppen von Zwangsarbeitern ins Reich und unentschuldbar ist das Verschleppen von Zwangsarbeiter in die Sowjetunion.

Generell ist das Verhalten aller Kriegsparteien gegenüber Zivilisten unentschuldbar und zeigt ein erschreckendes Maß an Barbarei, das aber schon im ersten Weltkrieg sichtbar wurde, ich denke an die Hungerblockade durch die Engländer (möge sich ihre Insel in Asche verwandeln).

Nun zur Motivation der Nationalsozialisten, ein Großreich zu gründen. Da darf ich nochmals an die Eroberung Sibiriens durch die Kosaken im Auftrag des Zaren erinnern. Erinnern darf ich aber auch an den mexikanisch-amerikanischen Krieg von 1846 - 1848 erinnern. Erinnern darf ich weiterhin an die Kolonialreiche von England, Frankreich, Spanien, Portugal, Holland und Belgien, und das Verhalten der Kolonialherren dort. Ja auch Deutschland hatte kurz ein Kolonialreich, und war, wie zu erwarten, nicht nett zu den Ureinwohnern. Wer hätte es gedacht? Ein kleiner Schwenk zum kleinen armen Belgien, dessen Besetzung im ersten Weltkrieg Begründung für den Kriegseintritt Englands war, und wo ja unsägliche Massaker der deutschen durch die alliierte Propaganda groß hervorgehoben wurden. Nun, der belgische König hatte als privat KZ den Kongo. Hände- und Arme-Abschlagen waren gängige Strafen, wenn die Schwarzen dort nicht so funktionierten wie erwartet. Es gibt ein Buch darüber: Im Herzen der Finsternis. Man rechnet mit 10 Millionen Toten. Aber es waren für das europäische Publikum nur Neger und darum hat das das europäische Gewissen nicht besonders erregt, hatte man doch in den eigenen Kolonien genügend Dreck am Stecken.
Großreiche zu gründen, war bei den Europäern seit langem Mode, als Hitler auf die Idee kam es ihnen gleich zu tun, zusammen mit Japan und Italien.
Die Drei, Deutschland, Japan und Italien, waren nämlich beim großen Beutemachen auf der sogenannten Friedenskonferenz in Paris nach dem ersten Weltkrieg zu kurz gekommen, bzw. empfanden das so. Und darum betraten sie nochmals das Casino des Krieges, um in der nächsten Runde mehr vom Kuchen ab zu bekommen.
Darum ist ja auch der Nürnberger Prozess so eine Lachnummer, wenn Diebe und Mörder andere Diebe und Mörder wegen Diebstahl und Mord anklagen. Wobei ich diese Anklage für mehr als gerechtfertigt halte. Nur hätten sich die Exponenten, die Politiker und Generäle der Siegermächte aus guten Grund ebenfalls auf die Anklagebank setzen können, und wäre Recht wirklich Recht, hätte man die Brüder ebenfalls nach Recht und Gesetz verurteilt und gehenkt. Z.B. die Atombombenwerfer von Hiroshima und Nagasaki, ganz klare Kriegsverbrecher. Die Einäscherer deutscher, französischer und japanischer Wohngebiete, ganz klare Kriegsverbrecher. Auch die Typen, welche die Vertreibung der Deutschen, Polen und Ukrainer beschlossen und durchgeführt haben, ganz klare Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Aber einen Vorteil hatte dieser Vorgang: hinter die selbst gesetzte Norm konnten die Brüder jetzt nicht mehr zurück, was die Entkolonialisierung erheblich erleichtert hat.
Trotzdem zogen sich die Kolonialmächte nicht freiwillig zurück. Gerade Frankreich, der Hort von Kultur, Sitte und Moral, musste unter entsetzlichen Begleitschäden rausgeprügelt werden, mit dem Algerienkrieg als peinlichem Schlusspunkt. Um ihre Grausamkeiten gegen die Deutschen nach 1945 zu begründen kommen die Tschechen (mögen sie elendiglich verrecken) immer mit Lidice. In Algerien finden sich hunderte Lidices.
Da wir die Motivation der Nationalsozialisten zur Schaffung eines Großreiches geklärt haben, jetzt die Frage nach der Rechtfertigung. Ein Großreich schafft man, sofern man will und kann. Man wird nicht dazu eingeladen. Die Rurikiden, die germanischen Herrscher der Rus, haben den Mythos in die Welt gesetzt, sie wären gerufen worden, um den Streit zwischen den Ostslawen zu beenden. Tatsächlich ging es aber um Tribute und die Unterworfenen wurden nicht gefragt. Der Opa von Wladimir I., dem Heiligen, wurde mal beim Tributeinsammeln erschlagen. Das ist den Tributpflichtigen aber ganz schlecht bekommen. Seine Frau Olga, auch eine Heilige, weil sie sich hat christlich tauen lassen, hat Rache geübt. Das römische Reich war das römische Heer. Und als das römische Heer dahin war, war auch das römische Reich dahin. Die Völker, welche das römische Reich bildeten, haben die Römer nicht eingeladen, über sie zu herrschen. Die Inder haben die Engländer nicht gebeten, ihre Angelegenheiten für sie zu regeln.
Die Nationalsozialisten hatten alles Recht der Welt, ein Großreich zu gründen und die überwältigten Slawen so zu behandeln, sie die Europäer über die Jahrhunderte amerikanische oder afrikanische oder asiatische Ureinwohner zu behandeln pflegten. Dass sich so was nicht gehört, wurde erst nach dem zweiten Weltkrieg kodifiziert, bis dahin war das übliche Geschäftspraxis.
Man muss das nicht für gut finden. Ich z.B. finde so was überhaupt nicht gut. Ich bin ja auch Nationalist und finde, dass jeder sein angestammtes Gärtchen haben und dort tun und lassen kann, wie ihm beliebt, in Absprache mit den Nachbarn natürlich, denn man will ja nicht in deren Grillrauch stehen. Aber z.B. die hochmoralischen Bewohner der USA wollten ihre Ureinwohner partout nicht in Ruhe lassen, und deren Gärtchen wollte man sowieso, um die Eigentümer dann in Reservate einzusperren, so eine Art GroßKZ. Aber natürlich ist Gods own Country das Maß der Dinge, insbesondere wenn es darum geht, anderen Völkern das Maß anzulegen.
Und was die Russen betrifft, so haben die quasi per Geburt aber besonders als Träger des orthodoxen Christentums (oder der heiligen Lehre des Lenins) oder als Träger des orthodoxen  Christentums das Recht und die Pflicht über den Erdkreis zu herrschen, insbesondere aber über die slawischen Brüder. Und da Russland per se immer bedroht ist, muss es auch alle Nachbarn auffressen, kann also gar nicht groß genug sein. Habe ich eisfreie Häfen gesagt. Na jedenfalls liegt die natürliche Grenze Russlands ganz klar am Atlantik, so etwa bei Brest in der Bretagne.
Was also den Siegermächten am meisten stank, dass da ein Newcomer auftaucht, der ihnen die Medizin eintränkt, die zu verteilen, sie als ihr ganz spezielles Privileg betrachteten. Horribile dictu.
A propos Kriegsgegner - der Gegner war das deutsche Volk, nicht mehr und nicht weniger. Es galt nicht den Nationalsozialismus zu besiegen, sondern das deutsche Volk. Und darum sollte auch das deutsche Volk als Machtfaktor ein und für alle mal ausgeschaltet werden. Die Gräuel der Nachkriegszeit trafen dann auch weniger Nationalsozialisten als das ganze deutsche Volk. Es wurde auch nicht Nazideutschland niedergeworfen, sondern Deutschland.
Von Befreiung keine Rede. Hier sollte nichts und niemand befreit werden. Hier sollte vernichtet und verstümmel werden.
Dass ich froh bin, nicht unter einer nationalsozialistischen Diktatur mit Rassenwahn zu leben steht außer Frage, wobei die BRD reich ist an antiliberalem nationalsozialistischen Gedankengut, nur heißt die Volksgemeinschaft jetzt Solidargemeinschaft, der Kontenrahmenplan, die Paragraph der Volksverhetzung und die Jugendämter sind geblieben, neben einer fehlenden demokratischen Streitkultur, einer staatstragenden Presse und einer Obrigkeitshörigkeit, die erschreckt.
Selbst die SA ist unter dem Namen Antifa wieder da.
In sofern war der Nationalsozialismus doch sehr deutsch.
Nach der Niederlage Deutschlands und Japans (und Italiens. Aber Italien zählt nicht, hat nie gezählt, wird nie zählen. Tolle Mode, tolle Sprache, tolles Essen, massig Kultur, schönes Land, miese Soldaten, elende Verräter) hat sich die Geschichte für Deutschland und Japans, für Deutschland nach 1989 im Besonderen, gut entwickelt. Beide Länder sind als amerikanische Protektorate prächtig gediehen und konnten sich, dank des großen Bruders, aus den Querelen der Welt heraus halten. Auch die schäbige Nachbarschaft hielt sich zurück, welch ein Glück. Denn gibt es für einen Deutschen nicht genügend Gründe die Nachbarvölker zu hassen? Die Polen wegen der Gräuel an der Zivilbevölkerung, der Vertreibung und dem Landraub, dto. die Tschechen und die Russen. Die Norweger wegen der grausamen Behandlung der Frauen und Kinder deutscher Soldaten, die Schweden wegen der Übergabe geflohener Soldaten an die Sowjets, die Franzosen wegen der Vergewaltigungen, Plünderungen und Kriegsverbrechen (Beschießung der Lazarettstadt Freudenstadt durch de Lattre de Tassigny), die Dänen wegen der schäbigen Behandlung deutscher Flüchtlinge und die Holländer, weil sie uns Moffen nennen und selber Käsköpfe sind. Wer solche Nachbarn hat, braucht keine Feinde mehr! Das gute mit den Amerikanern ist, dass wir keine gemeinsame Grenze aber gemeinsame Interessen haben. Das zählt. Die Alternative wäre China, aber die Chinesen sind Nationalsozialisten auf asiatisch. Nein, so einen Verbündeten wollen wir nicht.
Leider schwächelt unser Hegemon, dem wir jedoch keine Dankbarkeit schulden. Ohne sein Zutun, wäre Deutschland durchaus in der Lage im Gleichgewicht der Kräfte das Gleichgewicht zu halten. Wer einem die Beine abschlägt und dann einen Rollstuhl schenkt, verdient keinen Dank.
Noch ein Wort zur europäischen Union: Die europäische Union gleicht einer Horde Penner, die sich in kalter Winternacht an einem brennenden Fass wärmt. Das brennende Fass ist Deutschland. Die Kumpels sind gekauft. Erlöscht das Feuer, ziehen die Penner ihrer Wege.

Kommen wir zur Quintessenz:

  1. Der Mensch ist von Grund auf schlecht. Seine Schlechtigkeit ist durch gute Institutionen zu bändigen, durch Recht, Gesetz und gegenseitige Kontrolle. Alles, was diese Bändigung schwächt, und dazu gehören Kriege, ist von Übel.
  2. Krieg als Mittel der Politik ist abzulehnen. Krieg löst keine Probleme, schafft aber eine ganze Menge neuer Probleme.
  3. Die Geschichte des deutschen Volkes ist so glorreich und so schäbig wie die aller anderen Völker dieser Welt, von Liechtenstein abgesehen.
  4. Der Staat ist das kälteste aller kalten Ungeheuer. Er darf nicht mit Menschenfleisch gefüttert werden.
  5. Auf den Kriegerdenkmalen sollte stehen: Ermordet durch das Vaterland.
  6. Für den kleinen Mann lohnt es sich nicht den Kampf zu ziehen, wenn es nur darum geht, welche Sprache man spricht.
  7. Wer das Ende von Kriegen mit Militärparaden begeht, plant den nächsten.
  8. Wenn sich Russland zu den Siegern zählt und Deutschland der Verlierer ist, hätte sich Russland im ersten Weltkrieg besser gleich ergeben. Seinen Bürgern wäre es über lange, lange Zeit besser gegangen, und vielleicht ginge es ihnen sogar noch heute besser.

Sonntag, 8. März 2020

Tand, Tand ist das Werk von Menschenhand! - Zum Weltfrauentag -

Beim Happy-End wird abgeblend'. Noch nicht aufgefallen? Beim Theaterstück, im Film sogar in der Bibel: Mit dem Punkt a. m Ende endet das Stück.

Bei der Offenbarung des Johannes, wenn da nur noch Trümmer herumliegen, das verbrannte Gebälk knackt, dann erscheint das Lamm - und Schluss ist. Und von nun an lebten sie glücklich und zufrieden, bis an ihr seeliges Ende. - Noch nie Märchen gelesen?

Auch beim Sex, auch beim Feuerwerk - das grandiose Finale und dann Schluss.

Es bringt nichts ewig weiter zu rammeln. Ein Feuerwerk ohne Ende wird langweilig. Man isst, bis man satt ist.

Celine Dion besingt die erotische Begegnung zweier Menschen, und diese endet dann mit: la normale vie va commencer, das normale Leben beginnt wieder.

Man kann auf Bajonetten nicht sitzen. Auch der Kampf muss enden, Normalität einkehren.

Diese Lehre hat der Feminismus vergessen. Diese Lehre haben auch die Sozialisten/Kommunisten vergessen. Sie können nicht aufhören, der Klassenfeind oder der Chauvinismus, sie schlafen nie. Das ermüdet die Menschen. Die Luft ist raus. Der Drops ist gelutscht.

Der Weltfrauentag ist ein Anachronismus, jedenfalls im Westen. Es gibt kein Patriarchat mehr, an welches Frauen Forderungen stellen könnten. Eine erschreckende Erfahrung: Mutti allein zu Haus.
Es ist wie mit der sogenannten Bourgeoisie: Es gibt sie nicht mehr. Die Klasse ist verschwunden.

Es gibt noch Arm und Reich, aber die durch Normen und Regeln bestimmte Klasse ist verschwunden. Sowohl Arme als auch Reiche sind verpöbelt, sind links, sind ohne Ehre, Sitte oder Moral. Schröder, der Genosse der Bosse, ist ein Symbol dafür. Werte, was für ein hohles Wort, eine Phrase, eine leere Hülle. Auch die Religionen verdampfen. Die Kirchen gerieren sich als politische Organisationen. Jesus als Lifestyleikone.

Der Feminismus betet einen Moloch an, einen Gott der Kinder frisst, wie Schiwa. Der Feminismus ist der Schimmel, der Pilz im Gebälk einer sterbenden Kultur.