Donnerstag, 31. Dezember 2020

Frontseite

Frontseite klingt sehr martialisch, so nach "Im Westen nichts Neues".
Aber das soll damit nicht gemeint sein.
Frontseite heißt Titelblatt, heißt: Was will dieser Blog mit dem seltsamen Namen?
Dieser Blog ist ein Männerblog. Er ist ein Männerblog, weil ich ein Mann bin und damit die männliche Sicht der Dinge einbringe. Er ist ein Männerblog, weil er die Anliegen der Männer- und Väterbewegung fördern soll, wie ich sie sehe.
Für mich sind Ziele der Männerbewegung:

  • rechtliche und gesellschaftliche Benachteiligungen für Männer zu beseitigen,
  • Männern ein positves Selbstbild zu geben,
  • männliche Anliegen in die Gestaltung der Gesellschaft einzubringen,
  • die Entwicklung von Buben zu selbstbestimmten und selbstbewußten Männern zu fördern,
  • Männern einen offenen und ungezwungenen, unverklemmten Zugang zu ihrer Sexualität und ihrer Körperlichkeit zu ermöglichen,
  • Männer ein ungezwungenes und offenes Verhältnis zu anderen Männern zu ermöglichen
Für mich sind Ziele der Väterbewegung:


  • rechtliche und gesellschaftliche Benachteiligungen von Vätern zu beseitigen,
  • die Rolle des Vaters in der Familie und im Bezug zu seinen Kindern zu stärken
  • das Miteinander von Vätern und Kindern zu fördern,
  • Vaterschaft stärker gesetzlich zu schützen
  • Vaterschaft und die wichtige Rolle derselben in der Gesellschaft stärker zu verdeutlichen.
Ich versuche in diesem Blog durch eigene Postings und durch Zitate, Diskusstionsgrundlagen und Argumentationshilfen zu geben.

Ein weiteres Thema, das mich beschäftigt ist, der Mensch in Staat und Gesellschaft und hier besonders die Nation als Gemeinschaft der rechtlich und politisch Gleichen.

Weitere Themen fließen ein, sofern sie mir wichtig sind, aber die obengenannten Themen sind die Kernthemen dieses Blogs, jedenfalls bis auf Weiteres.



Ein Wort zu Urheberrechten.
Ich verfolge mit meinem Blog keine kommerziellen Interessen. Es ist auch nicht meine Absicht, Autoren um ihren gerechten Lohn für geistige Arbeit zu bringen. Ganz im Gegenteil, es ist mein Ziel, Autoren, die zu den von mir ins Zentrum des Interesses gerückten Themen Bedeutendes zu sagen haben, bekannt zu machen, meine Leser auf diese Autoren aufmerksam zu machen und zu weiterer Lektüre zu animieren. In sofern betreibe ich eher Werbung, indem ich Texte in meinen Blog aufnehme.

Sollte sich dennoch jemand, in seinem Urheberrecht verletzt sehen, so genügt eine kurze Mail an dschindschin@email.de und ich lösche bzw. verkürze die entsprechenden Passagen.
Meine Leser weise ich darauf hin, dass Veröffentlichungen in meinem Blog nichts am Urheberrecht der ursprünglichen Autoren ändert, an die man sich also zu wenden hätte, wollte man die entsprechenden Texte anderweitig veröffentlichen.




Mittwoch, 24. Januar 2018

Ein Lebenszeichen

Nun, ich lebe noch, auch wenn die Postings in meinem Blog zur Zeit nicht gerade sprudeln. Zur Zeit lese ich mehr, als ich schreibe, und noch lebt die Szene der Männerrechtler.

Eine neue Aufgabe ist mir zugewachsen, eine Aufgabe, die meine ganze Kraft fordert. Nach einem kleinen Zwischenruhestand (mein Arbeitgeber war bereit, oder sagen wir besser musste, mir einen längeren bezahlten Urlaub genehmigen) bin ich wieder ins aktive Berufsleben zurückgekehrt, um als Interimschef eine tolle Abteilung durch die Stromschnellen einer Umorganisation zu steuern.

Es überrascht mich, wie man als Sechzigjähriger Gas geben kann und Nachtschichten bis 02:00 Uhr in der Früh wegsteckt, ohne in die Knie zu gehen. Es muss wohl Eustress sein. Die Abteilung, welche ich leite, besteht außer mir ausschließlich aus Frauen allen Alters, tolle Mädelz übrigens, fachlich, menschlich. Mir scheint, dass ich als alter Hahn meiner Hennenschar gut tue, was mich froh stimmt.

Sie leidet natürlich an den Schwächen aller Hennen. Kürzlich musste ich verbal die Subchefin eines Dienstleisters falten, am Telefon. Ein Donnerhall zog durch die Hallen. Dabei habe ich die Furien nicht völlig von der Kette gelassen, sonst hätte das Gegenüber das Telefon in Panik  den Hörer aufgeknallt, oder unter sich gelassen. Erstaunlicherweise waren aber auch meine Mitarbeiterinnen wie vom Donner gerührt und bekamen Angst.

So ist das mit der Frauenpower. Sie trägt bis zum ersten Sturm, dann fliegt sie davon, wie die Fruchtträger des Löwenzahns.

Wir Menschen sind von Natur furchtsame Wesen, jedenfalls die Klugen unter uns. Und manchmal ist es klug, den Mitmenschen die Zähne zu zeigen, nur kurz, ein kurzer Blick in den Abgrund, mit einem Lächeln beendet. Ein freundlicher Mensch mit einem starken Gebiss hat ein friedliches Leben. Doch wie heißt es so schön: Vergib Deinen Feinden, aber vergiss die Namen nicht.

Ich vergesse niemals!

Die Krise der Männlichkeit, ich kann sie nicht erkennen. Vielleicht existiert so was in den Ressortstuben der Medien. In der freien Wildbahn leben Männer und Frauen zusammen wie eh und je. Der neue Mensch ist ein Zombie, erfunden vom Christentum und mitgenommen in die säkularen Religionen linker Prägung. Es ist eine Phantasiegestalt. Der Mensch bleibt was er ist: Ein furchtbares Raubtier, das auf leisen Pfoten daher kommt und alles verschlingt, was seinem Hunger im Weg steht.

Montag, 9. Oktober 2017

Back in Black

Ok, ok! Das war jetzt eine lange Pause!

Außerdem ist zum Geschlechterthema doch eigentlich alles gesagt, nur nicht von jedem, aber im Grunde ist alles gesagt. Jetzt heißt es abwarten. Jetzt müssen die Keimlinge wachsen.

Aber zum (Un-)Glück gibt es andere Themen, z.B. den Anschlag auf das Countrymusic-Festival in Amerika.

Was waren die Motive des Attentäters?

Nun es liegt auf der Hand und sie wurden ausgesprochen:

Die Vize-Chefin des US TV-Senders CBS sorgt für Aufsehen. Sie sagte, sie empfinde kein Mitleid mit den Opfern von Las Vegas, weil Country-Musikanhänger meistens Republikaner sind. Die Frau wurde nun gefeuert. Das Motiv

 Nun, es liegt auf der Hand: Der Schütze gehört zur Antifa, nicht wahr? Hass auf Rechte, das war das Motiv, was denn sonst? Der ganze Hass der Linken gegen Trump und seine Wähler, das hat doch Folgen.  Und hier ist er, der linke Breivik!

Der Attentäter habe keinem Verein, keiner Kirche angehört. Also wahrscheinlich ein Linker. Überhaupt, kein Bekennerschreiben, oder wurde es entfernt. Nordkorea, IS, alles Kappes.

Es war ein Linker, der es den Rechten mal so richtig zeigen wollte, wetten?

Freitag, 24. März 2017

Welch ein Irrtum !

Es gibt, und es gab, bei nüchterner Betrachtung, keinen deutsch-russischen Interessenkonflikt, wenn wir die Zeit nach dem 2. Weltkrieg bis zu Wiedervereinigung mal außer Betracht lassen.
Der 2. Weltkrieg ist eine direkte Folge des Ersten. Das Streben der deutschen Führung nach Autarkie und damit nach dem Land im Osten gründet sich in den Erfahrungen der Hungerblockade der Alliierten im 1. Weltkrieg und der Abschottung der Märkte in der Nachkriegszeit.
Dagegen beruhte der 1. Weltkrieg auf einem Irrtum der russischen Seite. Man hatte sich finanziell von den Franzosen abhängig gemacht und politisch vor deren Karren spannen lassen. Und dann glaubte das Zarenregime, sich keinen weiteren außenpolitischen Gesichtsverlust leisten zu können.
Wäre Russland mit dem Deutschen Reich verbündet gewesen, hätten die beiden Mächte ihre Politik abgestimmt, so hätte weder Frankreich noch Österreich einen Krieg anzetteln können.
Denn das Deutsche Reich und Russland hatten keinen relevanten Interessengegensatz. Wie es ein bedeutender russischer Minister dieser Zeit, Graf Witte, formulierte: Wir brauchen Galizien nicht, wir haben schon genug Juden, und wir brauchen Ostpreußen nicht, denn wir haben schon genug Deutsche.
Hätte das Deutsche Reich Russland als Bündnispartner gehabe, hätte es wesentlich entspannter auf Krisen reagieren können. Und mit Deutschland als Bündnis- und Handelspartner, hätte das Zarenreich nicht so viel Niederlagen einstecken müssen.
Nun, es ist anders gekommen. Schade!
Leider war das Verhalten der Deutschen in Russland und das Verhalten der Russen in Deutschland nicht dergestalt, dass da der Wunsch nach enger Freundschaft entsteht. Die beiden Völker haben sich wechselseitig Entsetzliches angetan.
Der Nutznießer sind die USA, die von der russische-deutschen Entfremdung profitieren.
Es ist die deutsche Wirtschaftsmacht, welche Mitteleuropa aus dem russischen Einflussbereich herausgerissen hat. Es ist die deutsche Wirtschaftsmacht, welche diesen Raum zwischen den Mächten stabilisiert. Russland hat sich mit seiner unüberlegten Nachkriegspolitik gegenüber den Deutschen einen mächtigen Feind geschaffen. Es hat sich durch die Gebietsverschiebungen und die Exzesse bei der Eroberung als Bündnispartner endgültig desavouiert, zum eigenen Schaden.
Wenn Russland die Braut in sein Bett ziehen will, dann muss es was Konkretes geben, nicht nur Machogehabe und dumme Sprüche: Nordostpreußen mit Königsberg, Abgrenzung der Interessensphären, atomare Bewaffnung Deutschlands.
Der Dank: Ökonomisches, militärisches Bündnis mit Russland, Wilhelmshafen wird russischer Kriegshafen. Gründung einer mitteleuropäischen Freihandelsunion mit Russland als Mitglied und einer mitteleuropäischen Verteidigungsgemeinschaft mit Russland als Mitglied.
A propos, deutsches Interessengebiet. Wir kennen es schon: Polen, Slowakei, Tschechien, Österreich, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und die Nachfolgestaaten Jugoslaviens. Um den Rest der Welt mag sich Russland kümmern. Interessengebiet heißt: da hält sich der Partner politisch raus. Handel und Wandel ist überall frei.

Aber es wird ein Traum bleiben! Ja, denn die Russen sind naturdoof, jedenfalls politisch! Sonst hätten sie die Allianz mit Frankreich gelassen, die Verbindung eines autokratischen mit einem revolutionären Regime, die Verbindung eines saturierten Reiches mit einem Kriegsstreiber. Nun Russland hat für diese Dummheit einen hohen Preis gezahlt und zahlt noch. Und eine Besserung ist nicht in Sicht.

Freitag, 20. Januar 2017

Die Hoecke Rede

Wenn man exemplarisch den Nahen Osten und seine Kriege bzw. Bürgerkriege betrachtet oder den Krieg in Jugoslawien, so kann man mit gutem Recht als Kriegsgrund einen elementaren Mangel erkennen: es fehlt an Nationalismus/Patriotismus.
Die Bewohner dieser Länder empfinden sich eben nicht als eine Nation, als eine politische Einheit, die eben in verschiedenen Variationen daher kommt, so wie es den Deutschen eben als Nord-, West-, Ost- und Süddeutschen, als Hessen, Westfalen, Bayern oder Schwaben gibt, als Evangelischen, Katholischen, Neuapostolischen, etc..
Nein, wie übrigens auch in der deutschen Geschichte lange verbreitet, der Mitbürger, der die gleiche Sprache spricht, wird aufgrund eines Merkmals (Sippe und Stamm, Religion, Herkunft) als Fremder, als Feind wahrgenommen, mit dem ein Zusammenleben nicht gewünscht wird.
Deutschland, Deutschland über alles heißt vor allem, Deutschland über alle Partikularinteressen, eine friedensstiftende Botschaft, wenn wir daran denken, dass in der Vergangenheit die deutschen Hoheitsgebiete miteinander im Krieg lagen.
Ein demokratischer Staat benötigt eine Nation, welche ihn trägt. Wenn es kein "Wir" gibt, kein Zusammengehörigkeitsgefühl, keine stille Übereinkunft, dann wird das Regieren schwer, der Staat neigt zur Auflösung.
Ist der Staat ein Vielvölkerstaat, ist Patriotismus, also die Verbundenheit mit dem Staat, der Kitt, weswegen Putin Patriotismus fördert, Nationalismus aber ablehnt. Fester aber ist Nationalismus, d.h. wenn sich die Bürger eines Staates als Einheit sehen, Einheit die durchaus vielfältig sein kann. Es kommt darauf an, dass der Mitbürger nicht als fremd wahrgenommen wird, man sich ihm durch Kultur, Geschichte, Herkunft verbunden fühlt. Als gelungenes Beispiel ist das Frankenreich der Merowinger zu nennen, wo die erobernden Franken zur Religion der Eroberten (Katholizismus) wechselten und deren Sprache (Vulgärlatein = Romans) übernahmen, sich andereseits die Eroberten als Franken empfanden und bezeichneten.
Als mißlungenes Beispiel seien die Ostgoten sehen, die als Arianer (Variation des Christentums) von den Italienern (Katholiken) getrennt blieben und trotz einer als gerecht empfundenen Herrschaft durch Angriff der Byzantiner aus dem romanischen Volkskörper herausgelöst und vertrieben werden konnten.
Staat und Nation beruhen auf Macht, Mythen und Gewohnheit.
Niemand möchte Fan eines Fußballvereins sein, der stets verliert und stets unfair spielt, darüber hinaus in der Vitrine im Vereinsheim keine Pokale ausstellt, sondern Kopien der Entschuldigungsschreiben an die Opfer der Fouls.
Und niemand empfindet positiv für einen Staat, der sich um dem Kult bezüglich eines Massenmords gründet und Gefühle von Schuld und Scham fördert.
Sich der Geschichte des Volkes zu stellen, zu dem man sich zugehörig fühlt, bedeutet auch, sich den dunklen Stellen dieser Geschichte zu stellen, dabei sind Gefühle von Schuld und Scham völlig unangebracht, es sei denn man wäre an konkreten Verbrechen beteiligt gewesen. Es geht um Wissen, nicht um Empfinden. Und selbst die Vorstellung, durch Erinnerung eine Wiederholung von politischen Verbrechen zu verhindern, ist irrig! Das Wissen um den Mord an den Juden hat weder die Kulturrevolution in China noch den Massenmord in Kambodscha verhindert, noch den Völkermord in Jugoslawien.
Und wenn ich die Art der Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner, in diesem Fall der AfD sehe, so kann sich die Antifa in der Reihe mit der SA stellen, wie auch Denunzienanten, welche versuchen Menschen anderer politischer Überzeugungen in ihrem Ruf und ihrer Existenz zu vernichten, den gleichen Geist atmen wie die Totalitären der Brauenen und Roten der Vergangenheit.
Damit ist gezeigt, dass Erinnerungsstätten und Denkmäler aller Art nicht geeignet sind, den Menschen zum Guten zu verändern.
Aber nun zu Höcke und seiner Rede, welche sie dort anhören können: die Rede.

Mir atmet die Rede etwas zuviel Pathos, aber er scheint den Nerv des Publikums getroffen zu haben. Der kleine Mann, also die Masse des Volkes, ist dringend darauf angewiesen in eine (Familien-, Sippen-, Stammes-, Staats-) Gemeinschaft eingebunden zu sein, weil er als Einzelner zu schwach ist, um den Mächtigen und den Mächten dieser Welt Widerstand entgegen setzen zu können. Seine Existenz ist in gewisser Weise immer prekär, weil er ausschließlich vom Verkauf seiner Arbeitskraft lebt, ein wahrhaft verderbliches Gut. Der kleine Mann ist gezwungen, zusammen mit seinen Mitmenschen zu leben, er kann sich keine Insel der Seeligen in gated communities leisten. Er gehört weder zum Geld- noch zu sonstigem Adel. Sein Leben ist vor allem durch Müssen geprägt, denn nur sein permanentes Rudern schützt ihn vor dem sozialen Abstieg. Der kleine Mann möchte Teil von etwas Großem sein, etwas Großem, das ihn wärmt und schützt. Aber auch von etwas Großem, das ihn an seinem Glanz teilhaben lässt. Und so ist der kleine Mann Patriot, Fan eines Fussball- oder anderen Vereins, im Heimatverein, in der Kirche.
Wenn ich vom kleinen Mann spreche, ist damit die kleine Frau gleich mitgemeint, wobei die Frau als solche, selbst bis in höchste Kreise das Merkmal des kleinen Mannes zeigt, denn eine Frau ist in noch größerem Maße als der Mann auf einen geschützten Raum angewiesen. Denn in der wilden Welt, ohne männlichen Schutz, ist eine Frau nur Beute.
Und in der Rede ging es um den kleinen Mann und Höcke war der Ofen, der die Wärme verstrahlte, welche der kleine Mann so sehr vermisst.
Und selbstverständlich waren die alliierten Mächte des zweiten Weltkriegs hinsichtlich ihres moralischen Niveaus in keiner Weise den Achsenmächten überlegen. Bei diesem Krieg ging es um Macht, nicht um Moral. Und selbstverständlich war es das Ziel der Alliierten die Deutschen und Deutschland zu vernichten, auszurotten. Und natürlich ging es beim Bombenkrieg gegen die deutschen Wohngebiete und deutsche Kulturgüter, dem moral Bombing, darum, das Volk im Mark zu treffen, seine Wurzeln herauszuziehen, es in eine amorphe und formbare Masse zu verwandeln, was gelungen ist.
Und natürlich waren sind Angriffe auf die Städte ein Kriegsverbrechen, ein unentschuldbares Kriegsverbrechen, wie auch die Exzesse gegen die Zivilbevölkerung und die Vertreibungen ein unentschuldbares Kriegsverbrechen sind.
Und selbstverständlich ist das Holocaustdenkmal in Berlin ein Denkmal der Schande, was denn sonst.
Außerdem ist dieses Ding unästhetisch, ein Klotz im Stadtbild.
Nun habe ich es nicht so sehr mit Denkmälern. Ich denke, dass der Massenmord an den Juden ein Denkmal braucht, auch ein Denkmal im Zentrum der Haupststadt. Es geht darum, die Opfer dem Vergessenwerden zu entreißen. Es geht darum, den Opfern zu vergewissern, dass sie, obwohl wie wir alle keine Engel, dennoch unschuldig waren, Opfer einer verbrecherischen Ideologie, aber auch Opfer der schlechten Natur ihrer Mitmenschen. Der Mensch ist des Menschen Wolf.
Es wäre schön, wenn z.B. Polen in der Hauptstadt mal ein Denkmal für die Vertriebenen aufstellen würde, auch das wäre angemessen. Denn Polen ist mitnichten das unschuldige Opfer der Nazis, als welches es sich darstellt.
Wir wollen nicht vergessen, dass die Freiheit der Polen vom russischen Joch durch deutsche Truppen im ersten Weltkrieg erkämpft und im Frieden von Brest-Litowsk durchgesetzt wurde. Das betrifft übrigens auch die Freiheit Finnlands, Estlands, Lettlands und Litauens. Aber das nur am Rande.
Die in Deutschland (bzw. dem, was von Deutschland übrig blieb) gepflegt Erinnerungskultur führt dazu, dass Patriotismus nicht aufkommt. Hatte Preußen Ehre, so hat die BRD nichts dergleichen. Die BRD, und das hat die Kanzlerin klar erkannt, ist einfach nur eine Grenze gezogen um die, welche schon länger hier wohnen. Es ist wie bei Asteroiden, die nicht aus Fels, sondern aus Staub und Gesteinsbröckelchen bestehen und durch eine kaum fühlbare Gravitation zusammengehalten werden. Bei der ersten Störung von außen fliegt so ein Teil auseinander und löst sich in einer Partikelwolke auf. Und das ist der Zustand der BRD, von Restdeutschland. Und darum ist die Reaktion auf die Rede von Höcke so hysterisch.
Ansonsten war die Rede dem Anlass und dem Publikum angemessen, für alle Beteiligten ein Genuss, und wer anderes hören möchte, kann ja bei anderen Parteien vorbeischauen.
Demokratie lebt von der Form nicht dem Inhalt, und es ist nicht verboten, ein Patriot zu sein, so wie es nicht verboten ist, das eine oder andere Denkmal für wenig hilfreich zu halten.

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Fahrlässige Tötung

Nun ja, hier wäre ein Jurist gefragt, aber nach meinem Empfinden gehen die Verbrechen, welche durch unkontrolliert eingeströmte Migranten begangen werden auf das Konto derer, welche dieses Einströmen zugelassen, gar gefördert haben.

Wie ein Hausmeister, ein Wachmann, ein Verwalter Pflichten hat, so hat natürlich auch eine Regierung Pflichten, dazu gehört zuallererst der Schutz des Vermögens und der Sicherheit derer, welche ihrem Schutz anvertraut sind.

Ein Hausverwalter, welcher z.B. ein defektes Dach nicht reparieren lässt, wird in Regress genommen.

Wenn also eine Regierung fahrlässig die Sicherungspflicht nicht erfüllt, wozu in diesem Falle der Schutz der Grenzen gehört, so handelt sie in jedem Falle fahrlässig. Kommen als Folge dieses Tuns Bürger zu Schaden, werden verletzt oder gar getötet, so ist dies nach meinem Empfinden als fahrlässige Körperverletzung bzw. fahrlässige Tötung zu bewerten.

Der Vater des Attentäters von Winnenden hat die Pistole im Schlafzimmer aufbewahrt, aber gewiss nicht zu dem Zweck, dass sein verwirrter Sohn damit auf Menschenjagd geht.
Dennoch wird er straf- und zivilrechtlich verfolgt, weil er seiner Sicherungspflicht nicht nachgekommen ist.

Wenn Frau Merkel unkontrolliert Leute ins Land strömen lässt, so hat Sie in ihrer Aufgabe als Regierungschef eklatant versagt. Hat Sie nicht geschworen, dem Wohl des Deutschen Volkes zu dienen.

Nur mal kurz zur Erinnerung, der Text des Amtseides:

„Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. (So wahr mir Gott helfe.)“
Schaden von ihm wenden? Das ist nicht geschehen! Frau Merkel hat fahrlässig Risiken in Kauf genommen, Risiken zu Lasten ihrer Auftraggeber, Risiken die jetzt zu Schadensfällen geworden sind.

Ich verweise hier mal auf folgenden Text.

Und darum ist Frau Merkel persönlich verantwortlich für den Schaden, welche die von ihr Eingeladenen anrichten, und damit ist sie auch persönlich verantwortlich, für die Toten in Berlin, sollte es sich herausstellen, dass der Täter einer der Migranten ist.

Auch erfüllt ihr Tun und Unterlassen alle Kriterien der Untreue.

 Macht korrumpiert, und zu lange ausgeübte Macht korrumpiert total. Frau Merkel ist im sogenannten Gottesgnadenmodus angekommen, der irrigen Vorstellung, dass Sie der Staat ist und das Volk lediglich austauschbare Untertanen, die eben schon länger hier wohnen. Sich wie eine absolutistische Königin zu gerieren, wirkt bei einer Pfarrerstochter von Drüben nur peinlich.

Ich weiß nicht welche Drogen in der CDU üblich sind? Sie müssen aber ziemlich stark und gehirnzersetzend sein, sonst ist unverständlich, wieso sie eine so unmögliche Frau nochmals aufs Schild heben, zum Schaden der Partei, zum Schaden des Staates.

Freitag, 9. Dezember 2016

Sind wir ein Volk ?

Maybrit Illner stellte diese Frage in Ihrer Talkshow anlässlich des 25. Jahrestages der Deutschen Wiedervereinigung.
Die Frage ist nicht banal, denn was soll das sein, ein Volk. In der nahen Vergangenheit war es auf dem Land nicht ungefährlich, eine Freundin im Nachbardorf zu haben, obwohl die Dorfbewohner sich wohl alle als Deutsche bezeichneten. Andererseits war es zur Zeit des ersten und zweiten Weltkriegs gängig, dass sich diejenigen, die sich heute vielleicht als Angehörige eines Volks bezeichnen, dieses Volk als eine Rasse, also eine Sonderform von Mensch, verstanden. Der Rassegedanke stammt nicht von den Nazis, wurde von denen nur weiter verwendet.
Uns so wie wir von dem Schäferhund, dem Berhardiner, dem Pekinesen sprechen, so war es gängig von dem Deutschen, dem Franzosen, dem Russen zu sprechen. Mit Dekonstruktion hatten es unsere Vorfahren nicht so.
Denken wir daran, dass ab etwa 10.000 v.Chr. die Menschen begannen, Landwirtschaft zu betreiben und sesshaft wurden somit nicht besonders mobil waren, es sei denn die Not trieb sie dazu. Dadurch war die Verweildauer der Sippen in bestimmten Regionen lang, so dass sich abgegrenzte Vermehrungsgemeinschaften bildeten, und so auch charakteristische physische und psychische Eigenheiten. Und so war schon augenfällig, dass sich der Westphale von dem Rheinländer unterschied, jedenfalls meist, der Allemanne vom Franken. Selbst die Kultur konnte von Dorf zu Dorf, von Region zu Region stark differieren und der Begriff der Natio bezog sich auf das nähere Lebensumfeld, wie auch das Heimatgefühl.
So ewas wie Nationalgefühl, ein Zusammengehörigkeitsgefühl aller Franzosen, aller Deutscher, aller Italiener, das gab es nicht.
Gemeinschaft entsteht nämlich durch regelmäßigen Austausch, durch Klatsch und Tratsch und persönliches Kennenlernen. Das Gemeinschaftsgefühl, das wir Nationalismus nennen entsteht durch Mythen, durch Erzählungen und ist ein Glaube, wie jede Religion es ist.
Der Begriff  "Volk" wird unterschiedlich gebraucht.

Ursprünglich bezeichnete das Wort „Volk“ schlicht eine Menschenmenge, also viele Leute, so wie heute noch im Englischen von a lot of people die Rede ist. Wendungen des Typs „Es war viel Volk anwesend“ werden im Deutschen zunehmend ungebräuchlicher.
Wikipedia

Im Spanischen bedeutet Volk el pueblo, und pueblo heißt auch Dorf.
Es war die französische Revolution, welche die Bevölkerung des Königreichs Frankreich zum Staatsvolk erklärte und den Bürger (Bourgueois) zum Staatsbürger (Citoyen).

Es sind Mythen, Rituale und Gewohnheiten, welche aus einer  Bevölkerung ein Staatsvolk machen. Und wie ein Konzern, eine juristische Person, etwas Virtuelles ist, so ist auch ein Staat etwas Virtuelles.

Wenn dem aber so ist, so handelt unklug, wer die Mythen angreift, welche die Basis der Nation, des Staates und des inneren Friedens sind. Wenn sich die Bewohner der BRD nur noch als diejenigen empfinden, welche schon länger hier wohnen, dann verliert der Staat jede Legitimation. Und die Interessengegensätze der Regionen sind groß genug, eine Trennung zu rechtfertigen.

Wenn wir also kein Volk sind, dann ist es nicht länger einzusehen, wieso ferne in Berlin Angelegenheiten der Süd-, Ost- oder Westdeutschen geregelt werden sollten.