Donnerstag, 10. Mai 2018

Schau nicht hin, Schau nicht hin, dreh' Dich einfach um, such nicht den tiefren Sinn ..

Als Jugendlicher hatte ich eine Langspielplatte (LP) von Udo Jürgens und darauf ein ziemlich melancholisches Lied über Menschen, denen das Leben und damit natürlich auch die Mitmenschen übel mitspielen.
Und in diese Lied erscheint dann als Refrain und als Resumee die Passage "Schau nicht hin, schau nicht hin, dreh Dich einfach um, such nicht den tief'ren Sinn, tief'ren Sinn, frage nicht warum, nicht warum!"

Gerade zieht mich wieder die Historie in ihren Bann, was ein Film über das Leben Wladimirs des Ersten, Großfürst von Kiev, einer der Rurikidenherrscher, angestoßen hat.

Dieser Film und ein Buch über die Geschichte der Kiever Rus zeigt deutlich, das Wesen des Staates, als eines Instruments der Beherrschung einer steuer- und abgabenzahlenden Mehrheit durch eine gewaltbereite und gewaltfähige Minderheit. Und diese unreine Geburt des Staates zieht sich durch bis heute, und es ist klar, dass das Böse im Menschen nur durch gute Strukturen im Zaum gehalten werden kann, dass man den Bürger vor dem Bürger, den Bürger vor dem Fremden, den Bürger vor dem Staat aber auch den Staat vor dem Bürger schützen muss, ein andauernder Prozess, der niemals endet.

Der ferne Spiegel, von der amerikanischen Historikerin Barbara Tuchman, wiederum beleuchtet das Schicksal der Vertreter der genannten gewaltbereiten und gewaltfähigen Minderheit am Beispiel des letzten Barons aus der Dynastie derer von Coucy, Freiherren aus der Picardie. Man liest von der Ohnmacht des Volkes, dessen Aufbegehren regelhaft blutig niedergeschlagen wird. Und man begreift, dass die sogenannte Volksherrschaft letztlich mit der Waffentechnik zusammen hängt. Wie lautet doch der kluge Spruch: Gott schuf den Menschen, aber Sam Colt machte ihn gleich.
Das 14. Jahrhundert, das Thema der genannten Abhandlung ist, war gekennzeichnet durch Katastrophen: Klimawandel hin zur Kälte (kleine Eiszeit), Kriege, z.B. der 100-jährige Krieg, die große Pest.
In diesem Jahrhundert halbierte sich die Einwohnerzahl Europas. Gleichzeitig öffnete sich der Blick der Europäer auf die Welt: Entdeckung Amerikas.

Ein Begriff aus dem Mittelalter war das Schicksalrat, das einen Menschen nach oben, aber auch genau so schnell nach unten schleudern kann. Es mangelt nicht an Beispielen. Und hier wird das Ausgeliefertsein des Einzelnen sichtbar, die Tragik seiner Existenz, die Vergeblichkeit seines Bemühens. Und wir lernen, wie Irrationalität das menschliche Handeln bestimmt, dass der natürliche Zustand des Menschen der Wahnsinn ist, Wahnsinn in der Bedeutung: Verkennung der Wirklichkeit.

Verkennung nicht im Sinne: nicht erkennen können, sondern im Sinne: nicht erkennen wollen.

Das Problem bei der Therapie seelischer Krankheiten ist oft, dass dem Kranken jede Krankheitseinsicht fehlt. Und das trifft nicht nur den Einzelmenschen, sondern ganze Bevölkerungsgruppen.

Und so sind Feminismus und Genderismus, die Klimareligion, der One-World-Glaube und anderes nur Ausdruck des Irreseins, wie auch Kinderkreuzzüge im Mittelalter nur Ausdruck eines Irreseins waren, und auch entsprechend blutig endeten. Die Wirklichkeit ist immer mächtiger als die Ideologie.

Gottesgnadentum, der Glaube von Gott zu einer Funktion ermächtigt zu sein, losgelöst vom Willen der Untertanen, das gibt es auch beim Untertanen. So glauben viele Menschen in unserem Land, dass ihnen der Wohlstand, den sie genießen, zu stünde, eine Art Cargo Kult. Als wäre dieser Wohlstand nicht an Bedingungen geknüpft, die täglich hart erkämpft werden müssen. Als könne der Wohlstand und die soziale Sicherheit qua Verordnung, qua Bundestagsbeschluss herbei geführt werden. Sie gleichen den Menschen, welche die wohlige Wärme in einer Schutzhütte im Winter nicht an den Ofen geknüpft, als sei der Ofen entbehrlich, wo es doch so wohlig warm ist.

Als sich nach all den Katastrophen im 14. Jahrhundert die Einwohnerzahl Europas halbiert hatte, blieb trotzdem die Wirtschaftsleistung konstant, was uns zu dem Schluss bringt, dass da wohl 50% der Bevölkerung überflüssig gewesen sein müssen. Ich behaupte, wenn sich Deutschland von den richtigen 50% seiner Einwohner trennen würde, würde die Wirtschaftsleistung sogar steigen. Den Verbliebenen ginge es erheblich besser als heute.

Wenn ich durch die Stadt laufe und so sehe, was sich da um mich herum bewegt, bedauere ich manchmal, dass es keine Fressfeinde mehr gibt.
Wir dürfen nicht vergessen, das Grazile der Gazellen und die Schnelligkeit des Geparden bedingen einander. Das eine ist ohne das andere nicht zu haben.

Morbus Cushing, die Umwandlung von Muskelgewebe in Fett, das ist es, was die Gesellschaft im Moment auszeichnet, und die verbliebene Muskelmasse wird bis zum Ausbrennen beansprucht, nur um das Fett durchzufüttern. Fett, das ist die Kuh, die keine Milch gibt, aber trotzdem Heu verbraucht und den Stall voll scheißt. Zum Fett gehören in jedem Fall 85% der Geisteswissenschaftler, 95% unserer Politiker, 50% der Juristen, 100% der Mitarbeiter linker Stiftungen, 99% der Gleichstellungsbeauftragten, und 99% der Geflüchteten.....

Fett ist leicht zu erkennen, durch ein Gedankenexperiment: Was würde fehlen, wenn sich die Genannten im genannten Prozentsatz morgen in einer Wolke aus golden schimmernden Staub auflösen würden.

Was man nicht sieht: man sieht nicht, was dem fehlt, der zur Muskelmasse gehört und sein Leben gegen Geld vermieten muss, aber einen Großteil seiner Ernte abgenommen bekommt, damit auch das Fett gut und gerne lebt. Niemand misst den Verlust an Lebensqualität bei diesen Menschen. Zumal das Fett oft besser bezahlt wird, als die Muskelmasse.

Und um angesichts dessen nicht zu verzweifeln hilft nur der Rat aus dem Lied von Udo Jürgens: Schau nicht hin, schau nicht hin, dreh' dich einfach um, such' nicht den tief'ren Sinn, tief'ren Sinn, frage nicht warum, nicht warum.

Schau nicht hin ...






Mittwoch, 21. März 2018

Objektifizieren

Objektifizierung ist das Behandeln von Menschen oder Tieren durch Menschen als Objekt bzw. Sache oder Ding (Entmenschlichung), wodurch die Würde als Mensch oder Tier beeinträchtigt, beschädigt oder zerstört werden kann. Sie kommt in vielen Bereichen mit asymmetrischen Machtverhältnissen vor. Beispiele hierfür sind SklavereiMedizinTierversucheWirtschaftGeschlechterverhältnis oder Sexualität.[1]
Wenn ich die Dienste anderer Menschen in Anspruch nehme, z.B. einen Handwerker kommen lasse, der mein Bad richtet, so trete ich nicht mit ihm/ihr in Kontakt, weil er/sie so ein sympathisches Lachen hat oder eine wunderbare Singstimme. An dem Menschen interessiert mich (fast) ausschließlich die erbrachte Leistung, für die ich dann bezahle. Und umgekehrt gilt das Gleiche. Der Handwerker kommt nicht ins Haus, weil ich so nett und freundlich bin, sondern weil ich der bin, der bezahlt.

Wir beide haben uns objektifiziert, wenn es gut geht, zum beiderseitigen Vorteil.

Das schließt nicht aus, dass wir bei längerem Geschäftskontakt eine Beziehung entwickeln, die auf wechselseitiger Wertschätzung und Vertrauen beruht. Aber Kern ist das wechselseitige Interesse. Das gilt übrigens auch für Freundschaften, eigentlich für alle Beziehungen.

Beziehung beruht immer auf Interessen, beruht auf Geben und Nehmen. Auch die Beziehung der Geschlechter, die Beziehung zu Eltern und Kindern beruht auf Interessen, auf Bedürfnissen, Bedürfnisse, welche sich über Gefühle artikulieren. Die Wahrnehmung eines Gegenübers als Person ist eine hohe intellektuelle Leistung, zu der viele Tiere nicht in der Lage sind. Und damit sind dazu auch tief liegende, also alte, Komponenten unseres Nervenapparats nicht in der Lage, d.h. wir objektifizieren andauernd.

Frauen, und zwar die Hardware, nicht die Person, setzen dauernd Signale ein, um Männer zu ködern, von denen Vorteile erwartet werden. Und die Machtverhältnisse sind genau umgekehrt, wie dargestellt: die Frau ist der Predator und der Mann die Beute.

Würde die Welt nur auf Sympathie beruhen, wie wäre Zusammenarbeit über kleine und kleinste Gruppen hinweg möglich. Objektifizierung erlaubt uns den (Nutz-)Wert des Mitmenschen wahrzunehmen und mit ihm in Beziehung zu treten, auf einer zwar kühlen aber interessengeleiteten Weise.

Liebe vergeht, Hektar besteht. Mag die emotionale Bindung schwächeln, der Nutzen, den wir uns beide verschaffen ist dauerhaft.

Montag, 19. März 2018

Education

Education

Katherine stood before the principle’s door and sighed. She pushed up her glasses, which had slid down her nose again. She wasn’t certain if one of the boys were responsible for that. If one of them was, if he had done something to her glasses or to her nose?
Of course, it could have been two boys, onone responsible for her glasses the other for her nose. Trying to make heads or tails of the situation made her head spin. So many possibilities. So hard to tell what was the boys’ actions and what wasn’t, what was real and what was all in her head. Hardest of all was trying to rememer what had been real before she came to this strange, strange school. She didn’t think she could handle another week. Which was why she had come here to Dr. Torrent’s office.
She knocked on the office door and entered at Dr. Torrent’s call.
“Oh Katherine! I was hoping you would come by!” the well-dressed man in his thirties exclaimed with genuine warmth in his eyes and voice. “Please, have a seat and tell me how your first week at the School for Precocious Youth has gone?”
He gestured to the wooden chair in front of his desk. Katherine looked at it with trepidation, but resigned herself and carefully sat, holding her bare thighs tight together and crossing her ankles, her black pencil skirt riding up from its starting point at mid-thigh to a little bit higher. She was cheek-flushingly aware that her panties currently flew from the school’s flag pole. Her high-heeled shoes glinted and she noticed that they were made of silvered mirrors. She wondered when they had changed from the clear acrylic they had been at lunch. Or had they always been like that and she just imagined the acrylic?
She looked up at the principal.
“I just don’t think I can do this, Dr. Torrent,” she said, emotion roiling. “I…I thought I could but the boys…they’re just…just so…”
“Precocious does understate it, doesn’t it?” Dr. Torrent said, frowning in sympathy. “They have remarkable powers and not nearly enough self-control. But that’s why they NEED good teachers like YOU, Katherine! Imagine the damage they could do to society if they didn’t get a decent education? The education you’re giving them won’t just make their lives better, it will save the world! Really, you’re like a superhero!”
Katherine blushed furiously.
“That’s the thing, Dr. Torrent,” she said. “Sometimes in class I start thinking I AM a superhero. I think that’s Tommy’s doing. He seems to like comic books and sometimes he starts staring at me and I start thinking that being a mild-mannered school teacher is just a ruse. And then the bell rings and I realize the world is in danger and I rip off my clothes and find I’m wearing MegaWoman costume or a Sassy Lass costume or even a Magical Girl Mizuki costume and I do battle with supervillains or monsters that aren’t really even there, usually defeating them by shaking my breasts at them.”
“Your what?” asked Dr. Torrent, looking scandalized.
“Oh my god!” Katherine exclaimed, her right hand going to her mouth. “Did I say br…I meant titties! My tittles! I shake my titties at the monsters. I’m so sorry, Dr. Torrent. That’s Kyle’s doing, I think. He seems to like to change words around in my head. He had me thinking that it was vulgar to call my funbags ‘titties’ and that the polite term was br…I mean, um, that other word. Wednesday he had me calling pencils ‘peckerwood’. And I think on my very first day he had me introduce myself as Ms. Cockgobbler!”

Mittwoch, 24. Januar 2018

Ein Lebenszeichen

Nun, ich lebe noch, auch wenn die Postings in meinem Blog zur Zeit nicht gerade sprudeln. Zur Zeit lese ich mehr, als ich schreibe, und noch lebt die Szene der Männerrechtler.

Eine neue Aufgabe ist mir zugewachsen, eine Aufgabe, die meine ganze Kraft fordert. Nach einem kleinen Zwischenruhestand (mein Arbeitgeber war bereit, oder sagen wir besser musste, mir einen längeren bezahlten Urlaub genehmigen) bin ich wieder ins aktive Berufsleben zurückgekehrt, um als Interimschef eine tolle Abteilung durch die Stromschnellen einer Umorganisation zu steuern.

Es überrascht mich, wie man als Sechzigjähriger Gas geben kann und Nachtschichten bis 02:00 Uhr in der Früh wegsteckt, ohne in die Knie zu gehen. Es muss wohl Eustress sein. Die Abteilung, welche ich leite, besteht außer mir ausschließlich aus Frauen allen Alters, tolle Mädelz übrigens, fachlich, menschlich. Mir scheint, dass ich als alter Hahn meiner Hennenschar gut tue, was mich froh stimmt.

Sie leidet natürlich an den Schwächen aller Hennen. Kürzlich musste ich verbal die Subchefin eines Dienstleisters falten, am Telefon. Ein Donnerhall zog durch die Hallen. Dabei habe ich die Furien nicht völlig von der Kette gelassen, sonst hätte das Gegenüber das Telefon in Panik  den Hörer aufgeknallt, oder unter sich gelassen. Erstaunlicherweise waren aber auch meine Mitarbeiterinnen wie vom Donner gerührt und bekamen Angst.

So ist das mit der Frauenpower. Sie trägt bis zum ersten Sturm, dann fliegt sie davon, wie die Fruchtträger des Löwenzahns.

Wir Menschen sind von Natur furchtsame Wesen, jedenfalls die Klugen unter uns. Und manchmal ist es klug, den Mitmenschen die Zähne zu zeigen, nur kurz, ein kurzer Blick in den Abgrund, mit einem Lächeln beendet. Ein freundlicher Mensch mit einem starken Gebiss hat ein friedliches Leben. Doch wie heißt es so schön: Vergib Deinen Feinden, aber vergiss die Namen nicht.

Ich vergesse niemals!

Die Krise der Männlichkeit, ich kann sie nicht erkennen. Vielleicht existiert so was in den Ressortstuben der Medien. In der freien Wildbahn leben Männer und Frauen zusammen wie eh und je. Der neue Mensch ist ein Zombie, erfunden vom Christentum und mitgenommen in die säkularen Religionen linker Prägung. Es ist eine Phantasiegestalt. Der Mensch bleibt was er ist: Ein furchtbares Raubtier, das auf leisen Pfoten daher kommt und alles verschlingt, was seinem Hunger im Weg steht.